LÜBBEN. Auf der einzigen Privateisenbahn im Land Brandenburg rollen an diesem sowie am kommenden Wochenende wieder Züge. Ein Schienenbus pendelt zum Sondertarif auf einem 73 Kilometer langen Teilstück der Niederlausitzer Eisenbahn, das südlich von Berlin Lübben mit Luckau, Herzberg und Falkenberg verbindet. Die Strecke und der Ende der fünfziger Jahre gebaute Triebwagen gehören der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE), einem Unternehmen des Deutschen Bahnkundenverbands."Wir lassen uns nicht wegdrücken", sagte Geschäftsführer Gerhard J. Curth. Ursprünglich wollte die DRE vom 28. Mai bis zum 15. Oktober an Wochenenden täglich sechs Fahrten anbieten. Doch bereits nach drei Tagen untersagte die Bahnaufsicht des Landes den Betrieb. Zum einen verweigerten die Beamten die Freigabe eines sanierten Abschnitts. Zum anderen forderten sie, dass der Schienenbus für den Betrieb in Brandenburg zugelassen werden müsse, obwohl er eine Zulassung für Deutschland hat. Curth: "Die Behörden haben sich auf uns gestürzt, weil die Deutsche Bahn keinen Konkurrenten duldete. Sie wollte mit dem regionalen Busbetrieb den Verkehr zur Landesgartenschau Luckau allein abwickeln." Der Streit ist inzwischen beigelegt. Die Bahnaufsicht hat nichts dagegen eingewendet, dass die DRE das Gleis wieder befährt - und der Triebwagen wurde einer freiwilligen technischen Kontrolle unterzogen. Das Bahnunternehmen prüft, ob es Schadenersatz vom Land fordert. Curth schmiedet schon Pläne für 2001: "Von Mai an wollen wir die ganze Strecke befahren - auch das Teilstück Lübben-Beeskow." (pn.) Die Züge fahren am 9., 10., 16. und 17. Dezember. Abfahrt in Lübben: 10.49, 14.49, 17.13 Uhr. Info: Tel. 297-2 95 33.