HÖRLITZ. Die Renn- und Teststrecke Eurospeedway Berlin-Brandenburg heißt seit Montag Eurospeedway Lausitz. Dieser Kompromiss, der die Gemüter in Potsdam und vor Ort beruhigen soll, wurde nur fünf Tage nach der Umbenennung des Lausitzringes gefunden. "Wir wollten die Lausitz wieder in den Namen aufnehmen", sagte Eurospeedway-Geschäftsführer Hans-Jörg Fischer der "Berliner Zeitung". Den neuen Namen gaben er und Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß (CDU) nach einem Treffen in Schwarzheide bekannt. Fürniß sagte, Internationalität und Region seien nun miteinander verbunden.Fischer war über das Ausmaß der Proteste gegen die Umbenennung des Lausitzringes in der vergangenen Woche überrascht. "Aber es freut mich natürlich, dass die Lausitzer so an dem Namen hängen", sagte er. Neben Abgeordneten und Politikern hatten auch viele Menschen in der Region gegen die überraschende Abkehr vom Lausitzring protestiert. Die Regionalplaner sahen das Image und die Vermarktung torpediert. Ministerpräsident Stolpe und auch Fürniß hatten daraufhin ihre Vermittlung angeboten. Für den Bau der 311 Millionen Mark teuren Anlage wurden 241 Millionen Mark Fördermittel unter anderem auch von Brandenburg zur Verfügung gestellt. Die vielseitig nutzbare Strecke bei Hörlitz (Oberspreewald-Lausitz) wird am 20. August eröffnet. "Das Wort Eurospeedway sollte in jedem Fall als Kern erhalten bleiben", sagte Fischer zu dem modifizierten Namen. "Das ist eine unternehmerische Entscheidung." Grundlage dafür ist eine Studie vom April dieses Jahres, für die 900 Männer und Frauen in Deutschland, England und Frankreich befragt wurden. 66 Prozent der Befragten sehen mit dem Namen Eurospeedway deutlich mehr den Anspruch erfüllt, die führende Rennstrecke Europas werden zu wollen. (sj.)