Hellersdorf. Der Hellersdorfer CDU-Verordnete Mario Czaja muß wegen Fahnenflucht eine Geldstrafe von 2 000 Mark bezahlen. Ein Berufungsrichter bestätigte das nunmehr rechtskräftige Urteil aus erster Instanz.Mit der Strafe ahndete das Landgericht, daß Czaja im vergangenen Jahr zweimal nicht seinen Dienst bei der Bundeswehr angetreten hat. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen dieser Vergehen eine Bewährungsstrafe von vier Monaten gefordert.Der Berufungsrichter wertete jedoch die Umstände, unter denen der 21jährige der Einberufung zur Bundeswehr nicht Folge leistete, als entlastend für Czaja. Eine Haftstrafe auf Bewährung hielt der Richter für nicht angemessen, da Czaja "kein typischer Fahnenflüchtiger" sei.Der CDU-Verordnete hat inzwischen einen Antrag auf Ersatzdienst gestellt. "Mitte nächsten Jahres beginne ich meinen Zivildienst in einem Köpenicker Kindergarten", sagte Czaja gestern der Berliner Zeitung. Zur Zeit befindet sich Czaja bei einer Finanzierungsgesellschaft in einer Ausbildung zum Finanzwirt. Im Zusammenhang mit der Affäre war Czaja auch innerparteilich unter Kritik geraten. +++