Rom - „Pädophilie ist wie eine schwarze Messe“, hat Papst Franziskus auf dem Rückflug vom Heiligen Land in einer Fragerunde mit Journalisten gesagt. Ein Verbrechen wie den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Geistliche mit den Ritualen von Satanisten zu vergleichen, erscheint merkwürdig. Aber für ein Kirchenoberhaupt sind das starke Worte. Null Toleranz gegen Missbrauch stellte Franziskus in Aussicht. Es dürfe keine Privilegien für die Täter geben. Derzeit werde gegen drei Bischöfe wegen Missbrauchsvorwürfen ermittelt, teilte er mit, ohne Namen zu nennen. Einer sei bereits verurteilt, über die Strafe werde noch nachgedacht.

Die katholische Kirche steht in der Kritik, zu wenig gegen Missbrauch zu unternehmen und die Täter zu verschonen. Anfang Februar hatte das UN-Komitee für Kinderrechte dem Vatikan systematische Vertuschung des Problems vorgeworfen. Die Kirche stelle die Sorge über das eigene Ansehen über das Interesse der Opfer. Sie verweigere Auskünfte, der Missbrauch gehe weiter, die Täter blieben straflos.

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