Die Idee entstand vor zehn Jahren in einem Internetcafé in Johannisthal. Ein paar Freunde organisierten eine Zocker-Nacht mit Roulette, Poker und allem Pipapo. Die Idee war so gut, dass zwei der Freunde sich mit der Spielerei sogar selbstständig gemacht haben. Rund 100 Mal im Jahr ist also das Unternehmen Royal Events bei Firmenveranstaltungen, Weihnachtsfeiern und anderen Festen in ganz Berlin mit seinem Croupierwerkzeug unterwegs. Da bleibt nicht mehr viel Zeit für die Spielerei untereinander. Doch einmal im Jahr - immer rund um Weihnachten - kleidet sich ein stetig wachsender Freundeskreis im Stil der 20er-Jahre und trifft sich zur privaten Zockerei. Dieses Jahr wagt man sich zum ersten Mal aus Berlins Südosten heraus. Dienstag Abend geht's zum "Casino Royal" im Café Moskau."Der Ort hat uns inspiriert, deswegen rücken wir zum ersten Mal von unserem Konzept ab. Jetzt dreht sich alles um die sechziger Jahre", sagt Organisator Dirk Bansemir. Insgesamt 18 Spieltische werden zusammengetragen, denn man rechnet mittlerweile mit etwa 500 Gästen, die gebeten werden, im Stil der 60er zu erscheinen. Auf zwei Etagen gibt es Gelegenheit zum Roulette, Black Jack und Texas Hold'em Poker. Für die musikalische Unterhaltung sorgen das Delphi Tanzorchester und das Ensemble Jazziki. "Wir wollen so gegen 4 Uhr früh die Tische abbauen, dann gibt's Party", erzählt Bansemir. Bleibt noch die Sache mit dem Spielen zu klären: Mangels Casino-Lizenz ist maximal eine Flasche Champagner zu gewinnen.------------------------------Casino Moskau: Dienstag, 21 Uhr, Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34. Resteintrittskarten zu Preisen von 25 Euro gibt es an der Abendkasse.------------------------------Foto : Rien ne va plus - nichts geht mehr, wenn im Café Moskau die Kugel rollt.