Istanbul - Washington und Brüssel reagierten irritiert, als das Nato-Land Türkei Ende September bekannt gab, einen milliardenschweren Militärauftrag an eine Rüstungsfirma aus China zu vergeben. Die Türkei will den Chinesen ein Raketenabwehrsystem abkaufen, das dem Standard der Patriot-Systeme der Nato entspricht. Nun wächst der Druck auf Ankara, dieses Milliardengeschäft rückgängig zu machen.

Offenbar hatten die westlichen Verbündeten nicht damit gerechnet, dass Ankara den Auftrag an den chinesischen Hersteller China Precision Machinery Import and Export Corporation (CPMIEC) vergibt, der bessere Bedingungen bietet als die übrigen drei Bewerber. Mit 3,44 Milliarden Dollar blieben die Chinesen deutlich unter den Angeboten der amerikanischen Patriot-Produzenten Raytheon, der italienisch-französischen Eurosam und der russischen Rosoboronexport, die alle mehr als vier Milliarden Dollar verlangten.

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