Rumer, in "House Bunny" sehen wir Sie in Ihrer ersten größeren Kinorolle. Wie war's?Es hat viel Spaß gemacht. Alle waren wirklich sehr nett zu mir.Sie sind in einer Schauspielerfamilie groß geworden. Haben Sie sich deshalb auch für die Schauspielerei entschieden?Da ist sicherlich was dran. Wenn du dein ganzes Leben von Schauspielern umgeben bist und der Set praktisch dein Spielplatz ist, dann liegt es nahe, da selbst einzusteigen.Macht es die Sache einfacher oder schwieriger, wenn der Vater Bruce Willis heißt und die Mutter Demi Moore?Ich weiß ja nicht, wie es mit anderen Eltern gewesen wäre. Aber jede Familie hat ihre eigenen Herausforderungen, und ich habe mir niemals eine andere Familie gewünscht.Öffnen berühmte Eltern nicht zumindest Türen in Hollywood?Ich glaube schon, dass sich da einige Türen öffnen. Aber du kriegst deshalb nicht gleich jeden Job. Am Ende zählt auch in Hollywood, ob du das notwendige Talent hast.Wie haben Ihre Eltern darauf reagiert, dass Sie auch Schauspielerin werden wollen?Sie wussten das ja schon immer, insofern war es für sie keine Überraschung. Und sie haben mich dabei sogar sehr unterstützt. Aber sie haben auch gesagt, dass ich zunächst die Schule beenden muss. Das war vor allem meiner Mutter sehr wichtig.Als Tochter von berühmten Eltern stehen Sie auch ständig in der Öffentlichkeit, Sie haben mit der Klatschpresse und wohl auch mit vielen Lügen zu tun. Ist das kein Grund, sich aus dieser Welt zurückzuziehen?Nein. Ich bin es gewohnt, dass ständig Reporter um uns herum sind, wenn ich mit meinen Eltern oder mit Ashton unterwegs bin. Man findet schon seine Wege, auch mal unerkannt zu bleiben.Sie leben jetzt mit Ihrer Mutter und Ihrem Stiefvater Ashton Kutcher zusammen. Holen Sie sich von denen auch mal Ratschläge?Sicher. Bevor ich zum Beispiel zu Vorsprech-Terminen gehe, lasse ich meine Eltern und auch Ashton mal den Text lesen. Es ist eine sehr glückliche Situation, dass ich von so viel geballter Hollywood-Erfahrung zehren kann.Auch ein prominenter Familienname schützt nicht vor Abweisung. Wie gehen Sie damit um?Du wirst ja nicht abgelehnt, weil sie dich nicht mögen. Man darf so etwas niemals persönlich nehmen. Das zermürbt einen sonst auf Dauer.Sie verbringen noch immer viel Zeit mit Ihrer Mutter, eigentlich ungewöhnlich für eine 19-Jährige, oder?Für mich nicht. Ich verbringe gerne Zeit mir ihr. Meine Eltern sind total cool. Sie haben es auch trotz der Scheidung geschafft, weiter gut miteinander auszukommen. Wir fahren sogar alle zusammen in den Urlaub. Ich bin mächtig stolz auf meine Familie.Und die Tatsache, dass Sie jetzt eigentlich zwei Väter haben, stört Sie nicht?Nein, warum denn? Mein Dad ist für mich da. Und Ashton ist auch für mich da. Meine Schwestern und ich können dabei doch nur gewinnen.Was ist das Beste, das Sie von Ihren Eltern mitbekommen haben?Ich denke, dass sie uns gelehrt haben, mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben. Ich bin nicht wie eine verzogene Göre durch die Nachtclubs gezogen und habe die Kreditkarte meiner Eltern belastet. Wir durften noch nicht einmal eine eigene Kreditkarte haben.Sind Sie es nicht manchmal leid, dass Sie immer wieder auf Ihre Eltern angesprochen werden?Nein, das ist nun mal ein wichtiger Aspekt meines Lebens. Und ich kann ja durchaus verstehen, dass man als Tochter solcher großen Stars ab und zu auch mal Fragen zum Elternhaus beantworten muss.Würden Sie gern einmal mit Ashton Kutcher gemeinsam vor der Kamera stehen?Aber klar, warum denn nicht? Ich bewundere Ashton sehr. Mit meinen Eltern würde ich übrigens auch gerne mal einen gemeinsamen Film machen.Was interessiert Sie außer der Schauspielerei noch?Ich bin ein totaler Mode-Fan. Alles, was mit Mode zu tun hat, interessiert mich brennend. Und ich mag Musik. Da bin ich wohl sehr von meinem Vater beeinflusst. Ich liebe vor allem die alten Sachen, Led Zeppelin, The Coasters, die Stones. Ich würde auch gerne mal selbst eine Platte aufnehmen, am liebsten Jazz.Wie geben Sie Ihr Geld aus?Ich spare es. Und da ich keinen großen Schuh-Tick habe, muss ich mir auch keine Sorgen machen, dass ich zu viel ausgebe.Wen würden Sie gerne mal kennenlernen?James Dean hätte ich gern mal getroffen, der Typ war wirklich eine echte Ikone.Interview: Frank Siering------------------------------Foto: Rumer Willis ist bislang vor allem bekannt, weil sie mit Bruce Willis und Demi Moore berühmte Eltern und mit Ashton Kutcher einen ebenso berühmten Stiefvater hat. Jetzt will die 19-Jährige selbst Karriere machen in Hollywood: In der Komödie "House Bunny", seit gestern auch in deutschen Kinos, spielt sie die Freundin einer Vorzeige-Blondine und beweist dabei durchaus Schauspieltalent.