MITTE. Die Eiserne Brücke hinter dem Alten Museum sieht mit ihren hellgrauen Steinen recht unscheinbar aus - aber sie zählt zu den ältesten Brücken der Stadt und ist als Verbindung von der Museumsinsel zu den umliegenden Kanalstraßen bedeutsam. Nur 20 Meter lang, führt sie über den Kupfergraben. Gestern wurde die Eiserne Brücke wieder für den Verkehr freigegeben, zuvor war sie 15 Monate lang von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung saniert worden und nur für Fußgänger und Radfahrer geöffnet.Wie Marko Rosteck von der Senatsverwaltung mitteilte, wurden unter anderem die Stahlkonstruktion der Brücke saniert und neuer Korrosionsschutz aufgetragen. Außerdem wurden die beiden Lager der Brücke in Stand gesetzt sowie die Natursteinverkleidung der Brüstungen aus Muschelkalk ausgebessert. Dabei wurden auch die 16 bronzenen Gitter, die mit Ranken und Blattwerkmotiven verziert sind, ausgebessert.Die Eiserne Brücke war die erste gusseiserne Brücke Berlins. Sie wurde 1796/97 anstelle einer Holzbrücke errichtet. Von dieser Brücke stammt auch der Name, der bis heute erhalten geblieben ist, obwohl die Brücke schon 1825 neu aus Sandstein errichtet wurde. Die heutige Brücke wurde zwischen 1914 und 1916 von Walter Koeppen gebaut. Das im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Bauwerk wurde 1968 originalgetreu und denkmalgerecht rekonstruiert. (ua.)