Seit gestern fahren keine Schiffe mehr durch den Landwehrkanal. Er ist komplett gesperrt, weil weitere Bereiche der elf Kilometer langen Wasserstraße saniert werden. "Die Arbeiten dauern bis Ende März", sagte gestern die Sprecherin des Wasser- und Schifffahrtsamtes Berlin, Evelyn Bodenmeier. Drei Reedereien, die ihre Häfen im Kanal haben, erhielten Alternativliegeplätze.Am Tempelhofer Ufer in Kreuzberg werden vor der Uferkante Spundwände ins Wasser getrieben. Die bis zu zehn Meter langen Stahlwände werden so eingesetzt, dass sie die Ufer-Bäume nicht beschädigen. Danach können weitere zehn der insgesamt 40 Betonquader abgebaut werden, an denen seit Mitte 2007 Bäume angebunden sind, die wegen der maroden Uferkante umzukippen drohten.Auch am Maybachufer in Neukölln, wo vor zwei Jahren Teile der kaputten Uferkante abgerutscht waren, wird eine Spundwand eingesetzt. "Dort bauen wir erstmalig auch die Ufermauer wieder auf", so Bodenmeier. Auch eine neue Technik aus Japan kommt bei den Arbeiten zum Einsatz - ab Januar 2010 am Paul-Lincke-Ufer in Kreuzberg. "Dort ist der Untergrund extrem hart, dort testen wir ein Gerät, das für enge, schwierige Verhältnisse entwickelt wurde", so Bodenmeier. Sollte es sich als geeignet erweisen, könne es auch woanders eingesetzt werden. 2010 will die Behörde ein Gesamtkonzept für die Sanierung des Landwehrkanals vorlegen. (sk.)