Schüler fordern mehr Mitspracherecht

Für die grundsätzliche Legalisierung aller Drogen und die Einrichtung von Fixerstuben haben sich gestern mehr als siebzig Schülervertreter ausgesprochen. Es gebe keine Rechtfertigung dafür, warum Menschen, die Cannabis nehmen, bestraft werden sollen, während Alkohol und Koffein legal konsumiert werden dürften, agumentierten sie. Anlass war eine Gesprächsrunde im "Haus der Jugend" in Charlottenburg, zu der die Landesschülervertretung (LSV) Schulpolitiker verschiedener Parteien eingeladen hatte. Mit ihrem Anliegen zum Thema Drogen stießen die Schüler aber bei den Politikern weitgehend auf Kritik. "Ein legaler Drogenkonsum kommt nicht in Frage", sagte etwa Schulsenator Klaus Böger (SPD). Neben Böger waren der bildungspolitische Sprecher der CDU, Stefan Schlede, die Abgeordneten Benjamin Hoff von der PDS und Özcan Mutlu von den Grünen sowie die Kandidatin für das Abgeordnetenhaus Mieke Senftleben (FDP) gekommen. Des Weiteren forderten die Schüler, die Landesschülervertretung im Schulgesetz als Gremium zu verankern, um den Schülern ein größeres Maß an Mitbestimmung einzuräumen. "Bis auf Bayern ist Berlin das einzige Bundesland, in dem die LSV nicht gesetzlich anerkannt ist", sagte LSV-Sprecher Sebastian Schlüsselburg. Als Schritt in die richtige Richtung wertete Schlüsselburg die Teilnahme von Böger an der Diskussion. (mah., nana.)