In Steglitz-Zehlendorf wird am Freitag eine erste Informations-Stele enthüllt, die sich mit dem sogenannten Antisemitismusstreit sowie den Personen von Harry Bresslau (1848-1926) und Heinrich von Treitschke (1834-1896) beschäftigt. Der Errichtung der Stele an der Treitschke-/Ecke Lepsiusstraße ging eine lange Diskussion um den Umgang mit der Treitschkestraße voraus. Statt eine Umbenennung vereinbarten CDU und Grüne in ihrem Koalitionsvertrag 2006 die Aufstellung von Tafeln, um eine Auseinandersetzung mit dem Namen zu ermöglichen. Treitschke gilt als Historiker, der im bürgerlichen Deutschland antisemitisches Gedankengut hoffähig machte. Er verhinderte unter Verweis auf den jüdischen Glauben Harry Bresslaus dessen Berufung als Ordinarius der Berliner Universität. Nach Bresslau wird am Freitag eine Parkanlage benannt. (BLZ)