Auf scharfe Kritik stOßt der Beschluß des Senats, die Geschäftsführung der Olympia GmbH zu entlasten, ohne daß abschließende Prüfberichte der Senatskanzlei und des Landesrechnungshof vorliegen.Wie die Berliner Zeitung gestern berichtete, hat der Senat am Dienstag eine sogenannte "Stimmanweisung für die Berliner Vertreter In der für den kommenden Montag einberufenen Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH beschlossen. Danach sollen sie der Gesellschafts-Bilanz für das Geschäfts Jahr ebenso uneingeschränkt zustimmen wie der zum 1. Januar 1994 erstellten Liquidationsbilanz. Der Bund der Steuerzahler wertet die vom Senat beschlossene Stimmanwelsung, die einer förmlichen Entlastung von Ex. Olympia-Chef Axel Nawrocki gleich. kommt, als "skandalös". "Vor einer Entlastung Nawrockis", so Steuerzahler-Chef Professor Schraepler, müsse daher zumindest "der Prüfbericht des Landesrechnungshofs abgewartet werden". Das forderte auch der sportpolitische Sprecher der FDPFraktion, Axel Hahn. Er halte es für unerträglich, daß der Senat eine Geschäftsführung entlasten wolle, welche sich noch wegen der Vernichtung geschäftlicher Unterlagen verantworten müsse. "Dieser erneute Versuch, die fragwürdigen finanziellen Machenschaften der Olympia GmbH zu vertuschen, Ist ein hausgemachter finanzpolitischer Skandal", so Hahn.Senatssprecher Michael-Andreas Butz wies den Vorwurf der "Vertuschung" zurück. Die Belege der Olympia-Bewerbung seien durch unabhängige Institutionen eingesehen und nicht beanstandet worden. Mit der Gesellschafterversammlung am Montag werde der Weg für die Prüfung der Belege durch die Senatskanzlei und den Rechnungshof erst freigemacht, so Butz. .bsih~