Berlin - Puh, Glück gehabt! Vier sichtlich zufriedene Gäste drängeln sich gerade durch die Tür hinaus. Wenn ein Restaurant an einem nieseligen Montagabend berstend voll ist, kann das nur Gutes verheißen. Voll bedeutet in diesem Fall, dass 34 eher junge Leute alle Plätze des einraumigen Restaurants besetzen. Die Luft ist erfüllt von Menschenwärme und angeregtem Geschnatter. Auch wir bleiben nicht lange allein an unserem Vierer-Tisch direkt unter dem Tresen, dessen Wand mit einer schwarzen Rückenlehne gepolstert und so zu einer gemütlichen Sitzbank umfunktionalisiert ist.

Die von außen unscheinbare, kleine Pastabar mit Weinverkauf mit dem philosophischen Namen "Cotte e Crudo" (Das Gekochte und das Rohe) liegt an der Eberswalder Straße, kurz bevor sie zum herbstlichen Niemandsland des Mauerparks führt. Letzte Lichtstation vor der Dunkelheit. Auf dem Bürgersteig unter einer Markise stehen noch ein paar Holztische und Klappstühle für die Raucher. Einer davon ist Matteo, der sizilianische Mann der Besitzerin Karen Oldewurtel, der seinen Platz hinterm Tresen immer wieder mal gerne verlässt, um den Gästen den offenen Tafelwein, etwa einen Diavolo Nobile (3 Euro das 0,2 l Glas), zu empfehlen oder einfach das Gefühl zu geben, willkommen zu sein.

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