Frau Keller, wie bewerten Sie die Lage im Mittelmeer nach dem Aus des italienischen Seenotrettungsprojekts Mare Nostrum?

Die Lage ist katastrophal. Die Nachfolgeoperation Triton ist eine reine Grenzschutzoperation. Das kann kein Ersatz für Mare Nostrum sein. Das wird schon im Ansatz deutlich. Mare Nostrum war ein Seenotrettungsprogramm, die Triton-Schiffe der EU-Grenzagentur Frontex beschränken sich nur auf eine 30-Meilen-Zone vor Italiens Küste. Es geht dabei allein um Grenzsicherung. Dann kommt es zu solchen Situationen wie zuletzt vor Lampedusa. Dass Flüchtlinge zwar aus der See gerettet werden, aber an Bord der viel zu kleinen Rettungsschiffe erfrieren.

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