Es gibt diesen einen Satz von Jean-Claude Juncker: „Wenn es ernst wird, muss man lügen“, hat der Regierungschef von Luxemburg einmal gesagt. Das war vor zwei Jahren, auf dem Höhepunkt der Euro-Krise. Juncker war da schon längst Mr. Euro. Seit 2005 hatte er die Gruppe der Euro-Staaten angeführt. Die europäische Bühne hatte er schon viel früher betreten. Er werkelte in den 90er-Jahren mit am Start des Euro. Bundeskanzler Helmut Kohl nannte ihn Junior.

Der Junior ist mittlerweile 58 Jahre alt und seit 1995 Regierungschef von Luxemburg. Den Vorsitz der Eurogruppe hatte er zu Jahresbeginn abgegeben. Fast zeitgleich waren in Luxemburg Agentengeschichten aufgetaucht. Es ging um eine Anschlagsserie in den 80er-Jahren und um Abhörpraktiken des Luxemburger Geheimdienstes SREL. Der soll selbst Gespräche des Premiers belauscht haben – mit einer Wanze in der Armbanduhr von SREL-Chef Marco Mille. „Er hat das nicht getan, um mir eine Freude zu machen“, sagte Juncker.

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