Köln - Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß ist am Donnerstag im Steuerprozess vor der 5. Strafkammer des Landgerichts München II für schuldig befunden worden - das Urteil: drei Jahre und sechs Monate Haft. Die Ereignisse des Tages im Newsticker zum Nachlesen.

+++ Die Kernaussagen von Richter Heindl bei seiner Urteilsbegründung +++

„Das bloße Berufen darauf, die Bank habe quasi alles alleine gemacht, nehmen wir Ihnen nicht ab. Sie waren getrieben von der Angst vor Entdeckung. Sie hatten viele Jahre Zeit, ihre Angelegenheiten in Ordnung zu bringen. Sie haben es nicht getan, sondern, wie sie selbst eingeräumt haben, auf Zeit gespielt. (...) Die Dimensionen waren Ihnen bekannt. Die Grundentscheidung haben Sie getroffen. (...) Wir kommen zu dem Ergebnis, dass nur mit den vorgelegten Unterlagen keine wirksame Selbstanzeige hätte erstattet werden können. Es ist keine missglückte Selbstanzeige, sondern eine unzureichende Selbstanzeige. (...) Dennoch haben wir natürlich ganz erheblich zu Ihren Gunsten das Geständnis gewertet. (...) Es wird manchmal vergessen, dass die Steuerhinterziehung ein Vorsatzdelikt ist. (...) Über Ihre Lebensleistung ist schon so viel gesagt worden - das möchte ich nicht wiederholen.“

+++ Bayern-Gremien tagen kurzfristig +++

Der FC Bayern München hat nach dem Urteil gegen Uli Hoeneß eine kurzfristige Beratung der wichtigsten Gremien angesetzt. Wie der deutsche Rekordmeister mitteilte, werden die entsprechenden Gremien des Vereins und der Aktiengesellschaft, also Präsidium, Verwaltungsbeirat und Aufsichtsrat, zusammenkommen. Zeitnah, aber nicht vor dem Freitag, werde man über das Ergebnis informieren.

+++ „Brennpunkt“ zum Hoeneß-Urteil in der ARD +++

Die ARD sendet an diesem Donnerstagabend um 20.15 Uhr einen „Brennpunkt“ zum Urteil gegen Uli Hoeneß.

+++ Auch der FC Bayern schweigt vorerst +++

Der FC Bayern München wird sich zum Urteil gegen Präsident Uli Hoeneß nicht äußern. Laut Mediendirektor Markus Hörwick vom Donnerstag ist dagegen eine kurze schriftliche Erklärung des Aufsichtsrates im Laufe des Tages zu erwarten.

+++ Hoeneß war „nicht begeistert“ +++

Zwar hat sich Uli Hoeneß nach dem Urteil noch nicht an die Öffentlichkeit gewandt, sein Anwalt Feigen sagte aber: „Begeistert war Uli Hoeneß nicht.“ Zusammen mit seiner Frau Susanne verschwand der Bayern-Präsident als freier Mann durch das Hintertor des Münchner Justizpalastes.

+++ Keine Enttäuschung bei der Staatsanwaltschaft +++

Nach der Urteilsverkündung hat sich Staatsanwaltschaftssprecher Ken Heidenreich geäußert: „Eine Staatsanwaltschaft kann nicht enttäuscht sein. Das Gericht hat eine andere Gewichtung vorgenommen. Das steht dem Gericht zu.“ Zur Revision sagte er: „Wir werden uns nicht heute, aber ab morgen die Urteilsbegründung anschauen und dann entscheiden, ob wir in Revision gehen.“

+++ Harte Worte von Richter Heindl +++

Der zuständige Richter geht mit dem Angeklagten hart ins Gericht: In der Urteilsverkündung sagte er: „Herr Hoeneß, Sie haben sich selbst ans Messer geliefert.“

+++ Verteidigung kündigt Revision an +++

Der Anwalt des zu einer Haftstrafe verurteilten Uli Hoeneß will Rechtsmittel gegen das Urteil im Steuerprozess gegen den Präsidenten des FC Bayern München einlegen. „Wir werden das Urteil natürlich mit dem Rechtsmittel der Revision angreifen“, sagte Hanns Feigen. Der erste Strafsenat des Bundesgerichtshofs werde sich dabei insbesondere mit den Anforderungen an die Wirksamkeit einer Selbstanzeige beschäftigen müssen. „Entscheidend ist, wie mit einer solchen nicht idealen Selbstanzeige umzugehen ist“, erklärte Feigen.

+++ FCB-Homepage zusammengebrochen +++

Die Homepage vom FC Bayern München ist derzeit nicht erreichbar. Scheinbar gibt es Probleme mit dem Server.

+++ Bayern-Fans machen Stimmung vor dem Justizpalast +++

Rund 100 Fans des FC Bayern München haben sich vor dem Münchner Justizpalast versammelt und skandieren mit Sprech-Chören. Natürlich gibt es auch viele Transparente.

+++ Nicht aus freien Stücken +++

Richter Heindl macht Hoeneß schwere Vorwürfe: „Sie hatten nicht alle Dokumente beisammen, die sie für die Selbstanzeige brauchten - und haben es trotzdem riskiert. Das ist Ihr Fehler, Herr Hoeneß! Und nicht der Ihrer Berater.“

+++ Selbstanzeige wird als ungültig bewertet +++

Die Selbstanzeige von Uli Hoeneß ist nach Ansicht des Richters ungültig gewesen. Richter Heindl ist der Ansicht, dass Hoeneß ohne den „Stern“-Artikel keine Selbstanzeige eingereicht hätte.

+++ Gesamtsumme liegt bei 28,4 Millionen Euro +++

Die Summe der Steuerschuld von Uli Hoeneß hat sich noch einmal erhöht. Auf die bereits bekannten 27,2 Millionen Euro kommt noch der Solidaritätszuschlag von 1,2 Millionen Euro dazu. Das ergibt eine Gesamtsumme von 28,4 Millionen Euro.

+++ Revision innerhalb einer Woche +++

Die Verteidigung hat jetzt eine Woche Zeit, Revision einzulegen. Auch die Staatsanwaltschaft hat das Recht dazu. Dann würde der Fall vor dem Bundesgerichtshof landen. Da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, kann Hoeneß den Gerichtssaal als freier Mann verlassen. Der Bayern-Präsident muss erst in ein paar Wochen einrücken - sollte er keine Rechtsmittel einlegen.

+++ 14.25 Uhr: Hoeneß lauscht aufmerksam +++

Inzwischen hat sich Uli Hoeneß wieder aufgerichtet. Er hört dem Richter bei seiner Urteilsverkündung aufmerksam zu.

+++ 14.22 Uhr: Freispruch stand nie zu Debatte +++

Richter Heindl hat mit der Urteils-Begründung begonnen. Ein Freispruch stand nie zur Debatte.

+++ 14.18 Uhr: Hoeneß nimmt Urteil ohne Regung entgegen +++

Ohne große Regung hat Uli Hoeneß sein Urteil registriert. Er schaute starr nach unten, sagte kein Wort.

+++ 14.09 Uhr: 3,5 Jahre Haft für Uli Hoeneß+++

Das Urteil ist raus: Uli Hoeneß ist zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Das Landgericht München sprach den Präsidenten des FC Bayern München am Donnerstag wegen Steuerhinterziehung schuldig. Die Verteidigung wird wohl Revision einlegen.

+++ 14.05 Uhr: Die Türen sind zu +++

Alle Beteiligten sind jetzt da. Die Türen sind zu. Das Urteil wird jetzt gesprochen.

+++ 14.01 Uhr: Kein Richter in Sicht +++

Gegen 14 Uhr war das Urteil für Uli Hoeneß im Steuerprozess angekündigt. Alle Plätze im Saal sind bereits wieder belegt. Es scheint sich aber noch etwas hinzuziehen. Richter Heindl berät anscheinend noch. Staatsanwalt Achim von Engel hat seinen Platz schon eingenommen. Eigentlich ein Zeichen, dass es gleich los geht.

+++ 13.55 Uhr: Justizkreise rechnen mit 3,5 Jahren +++

Der Richter ist zwar noch immer nicht da, aber aus Justizkreisen ist zu hören, dass Hoeneß mit einer Haftstrafe von 3,6 Jahren rechnen muss.

+++ 13.45 Uhr: Noch eine Viertelstunde +++

Der Countdown läuft. Uli Hoeneß ist nach dem Mittagessen wieder im Justizpalast zu München eingetroffen. Alle Beteiligten warten auf Richter Rupert Heindl und seine Beisitzer.

+++ 13.21 Uhr: Richter Heindl und Beisitzer haben sich zurückgezogen +++

Zusammen mit seinen Beisitzern David Nossen und Dominik Kirmeier sowie den beiden Schöffen hat sich Richter Heindl in einen abgeschirmten Raum zur Beratung zurückgezogen. Genau genommen sitzen die Entscheidungsträger dort schon seit ungefähr zwei Stunden.

+++ 13.10 Uhr: 69 Millionen für die Einstellung des Verfahrens? +++

Bei der „Süddeutsche Zeitung“ wird schon fleißig gerechnet: Sollte das Verfahren eingestellt werden, müsste Hoeneß rund 69 Millionen Euro nachzahlen. Die Summe ergibt sich aus der hinterzogenen Steuerschuld plus elf Prozent Zinsen.

+++ 13.05 Uhr: Misstöne aus der Wurstfabrik +++

Ein Mitarbeiter aus der Wurstfabrik von Uli Hoeneß scheint das Schicksal seines ehemaligen Chefs egal zu sein. In der „Bild“-Zeitung wird er mit folgenden Worten zitiert: „Er ist doch selbst schuld, hätte er von Anfang an alles angegeben, hätte er jetzt auch die Probleme nicht. Von mir aus können sie ihn auch einsperren, er war schon immer ein arroganter Kerl.“

+++ 12.50 Uhr: Auf den Gängen wird spekuliert +++

Auf den Gängen des Münchner Justizpalastes diskutieren die Journalisten und Schaulustigen nur über ein Thema: Wie lange muss Uli Hoeneß ins Gefängnis?

+++ 12.25 Uhr: Bayern-Aufsichtsrat will Urteil abwarten +++

VW-Chef Martin Winterkorn hat für den Fall eines Urteils im Steuerprozess gegen den Klubpräsidenten Uli Hoeneß eine Reaktion des Aufsichtsrats in Aussicht gestellt. „Wir warten jetzt das gerichtliche Urteil ab und dann äußern wir uns dazu“, sagte der Volkswagen-Chef am Donnerstag bei der Bilanzvorlage des Autobauers in Berlin. Vorher habe er zu dem Fall nichts zu sagen. „Wenn heute Nachmittag das Urteil gesprochen wird, wovon ich ausgehe - die Information haben wir auch - dann muss sich der Aufsichtsrat beraten. Vorher nicht.“ Hoeneß ist der Aufsichtsratsvorsitzende beim Rekordmeister.

+++ 12.11 Uhr: Steuerschuld für Hoeneß keine Kleinigkeit +++

Kleiner Nachtrag aus dem Plädoyer von Verteidiger Feige:Der Anwalt von Uli Hoeneß ließ durchblicken, dass es für seinen Mandanten nicht einfach sei, die Steuerschuld von über 27 Millionen Euro überhaupt aufzubringen. Nur unter Aufbietung „aller Kräfte“ könne diese Summe zurückgezahlt werden.

+++ 12.02 Uhr: Beratung über Urteil könnte sich hinziehen +++

Es ist nicht gesagt, dass es um 14 Uhr pünktlich weiter geht. Die Beratungen über das Urteil können sich länger hinziehen.

+++ 11.38 Uhr: Zusammenfassung der heutigen Ereignisse +++

Am Vormittag haben beide Seiten im Steuerprozess gegen Uli Hoeneß ihre Plädoyers vorgetragen. Nachdem Staatsanwalt Achim von Engel eine Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten gefordert hat, beantragte die Verteidigung die Einstellung des Verfahrens sowie die Aussetzung des Haftbefehls. Für den Fall, dass das Gericht Hoeneß' Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung als unwirksam ansieht, fordert die Verteidigung eine Bewährungsstrafe. Anwalt Hanns Feigen unterstrich erneut, dass für Hoeneß „eine vollständige Rückkehr zur Steuerehrlichkeit“ im Vordergrund stehe. Zudem machte Feigen noch einmal deutlich, dass es in der deutschen Justizgeschichte bisher kein vergleichbaren Fall gegeben habe, wie man mit einer solchen fehlgeschlagenen Selbstanzeige umzugehen sei. Die entscheidende Frage ist, ob Hoeneß' Selbstanzeige vom 18. Januar 2013 wirksam ist oder nicht. Nach Aussage von Gerichtssprecherin Andrea Titz ist mit einem Urteilsspruch nicht vor 14 Uhr zu rechnen.

+++ 11.35 Uhr: Kurzfassung des Plädoyers +++

Die Verteidigung verteilt eine Kurzfassung ihres Plädoyers im Gerichtssaal. Spiegel-Korrespondent Björn Hengst verbreitet ein Foto der Kopie bei Twitter.

+++ 11.24 Uhr: Urteil nicht vor 14 Uhr +++

Im Steuer-Prozess gegen Uli Hoeneß soll das Urteil nicht vor 14.00 Uhr fallen. Das sagte Gerichtssprecherin Andrea Titz am Donnerstag in München.

+++ 11.15 Uhr: Hoeneß mit dem Schlusswort +++

Nachdem Verteidiger Feigen sein Plädoyer abgehalten hat, geht das Schlusswort an den Angeklagten. Hoeneß fasst sich kurz: „Ich habe den Vortrag nichts hinzuzufügen. Er hat alles gesagt, was ich nicht hätte besser formulieren können.“

+++ 11.13 Uhr: Verteidigung plädiert auf Bewährungsstrafe +++

Für den Fall, dass das Gericht Hoeneß' Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung als unwirksam ansieht, fordert die Verteidigung eine Bewährungsstrafe.

+++ 11.09 Uhr: Selbstanzeige nur ganz knapp verfehlt +++

Feigen steht zu den kleinen Fehlern in der Selbstanzeige. Auch wenn sich Hoeneß vorbildlich verhalten hat, wurde „eine wirksame Selbstanzeige nur knapp verfehlt.“ Die Verteidigung hebt noch einmal hervor, dass Hoeneß als erfolgreicher Geschäftsmann über Jahrzehnte Millionen Euro an Steuern abgeführt hat. Und seine soziale Ader wird auch noch einmal erwähnt.

+++ 11.06 Uhr: Hoeneß will zurück zur Steuerehrlichkeit +++

Jetzt wird es wieder etwas menschlicher. Feigen hebt hervor, dass für seinen Mandanten allein die Rückkehr zur Steuerehrlichkeit im Vordergrund stehe.

+++ 11.00 Uhr: Fall wie Hoeneß ist einzigartig +++

Auch wenn Hoeneß' Verteidiger Feigen bereits Ex-Post-Chef Zumwinkel vor Gericht verteidigte, ist der Fall des Bayern-Präsidenten für ihn speziell: „Einen Fall wie Hoeneß hat es noch nie vor Gericht gegeben.“

+++ 10.54 Uhr: Selbstanzeige hat nur kleine formale Mängel +++

Nach Ansicht von Feigen ist die Selbstanzeige wirksam, es gäbe nur einen formalen Mangel.

+++ 10.51 Uhr: Alle Quellen offengelegt +++

Die Verteidigung fasst zusammen: Es wurden alle Quellen der Steuerhinterziehung und relevante Zahlen preisgegeben. Nur in den Jahren zwischen 2006 und 2009 wurden formale Fehler gemacht, indem die Verluste nicht mit den entstandenen Gewinnen verrechnet wurden.

+++ 10.44 Uhr: Hoeneß reagierte erst auf die „Stern“-Recherchen +++

Feigen gibt zu, dass Hoeneß erst auf die Recherchen des „Stern“- Magazins reagiert hat. Zudem weist er noch einmal drauf hin, dass man Selbstanzeigen im Nachhinein ergänzen darf. Vorausgesetzt die Unterlagen waren nicht rechtzeitig vorhanden.

+++ 10.38 Uhr: Feigen räumt Probleme zwischen 2006 und 2009 ein +++

In der Selbstanzeige habe Hoeneß für die Jahre zwischen 2006 bis 2009 keine Gewinne verzeichnet. Das würde wohl nicht so stimmen, da eine Quellensteuer aufgeführt wurde. Das bedeutete, er habe trotzdem Gewinne gemacht.

+++ 10.33 Uhr: Selbstanzeige beinhaltete die knapp 30 Millionen +++

Feigen spricht weiter über die Selbstanzeige. Die Summen aus der Selbstanzeige stimmen mit den hinterzogenen Steuern von knapp 30 Millionen Euro überein.

+++ 10.30 Uhr: Hoeneß' Verteidiger ergreift das Wort +++

Feigen stellt gleich als erstes klar: Hoeneß habe seine Selbstanzeige eingereicht, als die Tat noch nicht entdeckt war.

+++ 10.27 Uhr: Hoeneß zeigt keine Reaktion +++

Mit versteinerter Miene hat Uli Hoeneß die Forderung der Staatsanwaltschaft aufgenommen.

+++ 10.25 Uhr: Staatsanwalt fordert fünf Jahre und sechs Monate +++

Staatsanwalt Engel sieht die Selbstanzeige als Schnellschuss und fordert eine Strafmaß von fünf Jahren und sechs Monaten.

+++ 10.19 Uhr: Schwerer Fall der Steuerhinterziehung +++

Für Staatsanwalt Engel ist der Fall klar: „Besonders schwerer Fall der Steuerhinterziehung ist erfüllt“ und weist auf das Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs hin. Wer mehr als eine Millionen Euro Steuer hinterzieht, kann auf keine Bewährungsstrafe mehr hoffen.

+++ 10.15 Uhr: Zusammenfassung der Zeugenaussagen +++

Engel macht jetzt noch einmal auf die Zeugenaussagen aufmerksam und fasst sie zusammen. Währenddessen gibt es immer wieder Beschwerden von den Zuschauern, dass sie kein Wort verstehen würden. Engel macht klar, dass keine wirksame Selbstanzeige vorliegt und hebt hervor: Wichtige Angaben und Unterlagen würden fehlen.

+++ 10.08 Uhr: Hoeneß habe nicht reagiert +++

Mehrfach wurde Uli Hoeneß gebeten, weitere Daten und Unterlagen vorzulegen. Engel beklagt, dass Hoeneß die Behörde zappeln ließ.

+++ 10.03 Uhr: Das Plädoyer der Staatsanwaltschaft +++

Staatsanwalt Achim von Engel beginnt mit seinem Vortrag. Er wirft dem prominenten Angeklagten vor, er habe falsche Angaben in seiner Steuererklärung gemacht. Das Scheitern des Steueraufkommens der Bundesrepublik mit der Schweiz 2012 ließ Hoeneß auch kalt. Der Bayern-Präsident habe erst seine Selbstanzeige angefertigt, nachdem erste Gerüchte über den Stern-Bericht aufkamen.

+++ 9.57 Uhr: Richter Heindl schreitet ein +++

Vorschlag vom Richter: Die Verlustvorträge aus der Anklage nicht weiter zu verfolgen. Staatsanwaltschaft und Verteidigung stimmen dem Vorschlag zu. Jetzt werden die Plädoyers folgen. Als letztes wird Uli Hoeneß das Schlusswort erteilt. Danach wird sich das Gericht zurückziehen. Das Urteil wird dann im Laufe des Tages erwartet.

+++ 9.51 Uhr: Verteidigung ist nicht einverstanden +++

Die Verteidigung von Uli Hoeneß ist ganz und gar nicht damit einverstanden. Feigen ist richtig empört darüber, dass Staatsanwalt Engel den Vermerk noch einmal vorliest. Feigen will nur deutlich machen, dass Engel nach dem Gespräch mit Hoeneß' Steuerberater Ache überlegte, wie im Strafverfahren weiter zu verfahren sei. Er wirft ihm vor, dass Dinge wie die Hausdurchsuchung in der Villa am Tegernsee bereits feststand.

+++ 9.45 Uhr: Staatsanwalt macht auf Vermerk aufmerksam +++

Der Staatsanwalt macht noch einmal auf einen Vermerk vom 25.2.2013 hin. Dabei handelt es sich um ein Gespräch zwischen Hoeneß und seinem Steuerberater Ache. Gesprächsinhalt waren die belastbaren Zahlen aus der Selbstanzeige.

+++ 9.32 Uhr: Hoeneß betritt den Saal +++

Gleich kann es losgehen. Uli Hoeneß hat seinen Platz im Gerichtssaal eingenommen. Heute trägt er eine ähnliche Krawatte wie bereits am Montag. Laut „Bild“ soll es sich um seine Glückskrawatte handeln.

+++ 9.24 Uhr: Ehefrau Susi wieder an Ulis Seite +++

Zum vierten und letzten Prozesstag ist Hoeneß' Frau Susi an der Seite ihres Ehemanns. Zusammen fuhren sie in einer Limousine vor.

+++ 9.20 Uhr: Großer Andrang vor dem Justizpalast +++

Großer Andrang herrschte am frühen Donnerstagmorgen vor dem Münchner Justizpalast am Finaltag zum Hoeneß-Prozess. Dutzende Zuschauer standen dicht gedrängt und warteten auf Einlass, so viel los war in dem vier Tage dauernden Prozess noch nie. Darunter sind auch ein paar Fans des FC Bayern München. Die roten Trikots sind nicht zu übersehen.

+++ 9:00 Uhr: Knast, Freispruch oder Bewährung für Uli Hoeneß? +++

Es wird eng für Uli Hoeneß: Das Landgericht München II will wohl an diesem Donnerstag über seine Steuerschuld urteilen. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen in dem aufsehenerregenden Prozess um den Bayern-Präsidenten lesen Sie hier. #

Der Prozess soll, wie schon die letzten Tage, um 9.30 Uhr beginnen. Wir halten Sie auf dem Laufenden. (mbr/sid/dpa)

Der dritte Verhandlungstag ging schnell zu Ende. Erstmals wurde Uli Hoeneß von einem EDV-Experten entlastet. Tag drei im Newsticker zum Nachlesen.