Berlin - Trainer Stefan Leitl rollte nur noch mit den Augen. Es reicht einfach nicht bei der SpVgg Greuther Fürth. Selbst ein vermeintliches Duell auf Augenhöhe gegen Mitaufsteiger VfL Bochum können die Franken in der Fußball-Bundesliga nicht für sich entscheiden. Schlimmer noch: Sie werden trotz allen Engagements wieder brutal bestraft und kassieren die nächste Niederlage.

Nach nur einem Punkt aus acht Bundesligaspielen stellt sich nicht nur die Frage, gegen wen diese Mannschaft eigentlich überhaupt gewinnen soll? Sondern auch, ob Fürth schon jetzt ein hoffnungsloser Fall im Kampf um den Klassenerhalt ist? „Auf diese Situation haben wir uns in gewisser Art und Weise vorbereitet“, sagte Aufstiegstrainer Leitl nach dem 0:1 (0:0) gegen den VfL. „Dass es mit dieser Negativserie eintritt, war aber vielleicht nicht zu erwarten.“

Dass die zweite Bundesligasaison ihrer Geschichte eine hoch komplizierte wird, wussten die Fürther. Der Etat ist im Vergleich zur Konkurrenz klein, zudem verließen den Verein im Sommer Leistungsträger. Deshalb weiß auch Sportchef Rachid Azzouzi, was er an seinem Coach hat. Der krachende Fehlstart trifft die Franken dennoch mit voller Wucht. „Das liest sich schlecht, und das können wir nicht kleinreden“, räumte Leitl ein.

Drei Vereine starteten vor den Fürthern schon mal jeweils mit nur einem Zähler aus acht Spieltagen – am Ende stiegen sie alle ab. „Du hast Woche für Woche in dieser Liga die Chance zu punkten, wenn du an die Leistungsgrenze kommst, wenn du Fehler vermeidest, das ist das Ziel für die kommenden Wochen“, meinte Leitl unverdrossen.