Potsdam - Unter den Augen des neuen Trainer Sascha Lewandowski hat Union Berlin am Mittwochabend sein Testspiel gegen Regionalligist Babelsberg 03 mit 4:1 gewonnen. Der Neuzugang aus Leverkusen saß jedoch noch nicht auf der Bank, sondern auf dem Fernsehpodest unterm Tribünendach des Karl-Liebknecht-Stadions. Die Betreuung der Mannschaft übernahmen wie bereits beim müden Test am Vorabend in Lichtenberg das Co-Trainer-Duo Sebastian Bönig und André Hofschneider.

Dennoch wirkte sich die Anwesenheit des neuen Chefs spürbar auf das Spiel der Berliner aus. Die Möglichkeit sich für weitere Einsätze zu empfehlen, motivierte die Spieler. Und so ging Union deutlich engagierter in die Partie als noch gegen Lichtenberg. Bereits in den ersten Minuten sorgten ein Kopfball von Damir Kreilach und ein Schuss des sehr agilen Raffael Korte, der knapp übers Tor strich, für Gefahr. In der 14. Minute vergab dann Colin Quaner, die bis dato größte Möglichkeit, weil er freistehend vor dem Tor zu lange zögerte.

Union blieb überlegen

Nur zwei Minuten später machte es Korte besser und netzte aus Nahdistanz zur 1:0 Führung ein. Auch in der Folge blieb Union überlegen, so dass sich Babelsberg erst nach 20 Minuten mit einem Kopfball nach einer Ecke erstmals dem Berliner Tor nähern konnte. Im Gegenzug spielte dann jedoch Babelsbergs Torwart Kevin Otremba einen leichtsinnigen Fehlpass auf Quaner, den dieser dankend einschob. Nur drei Minuten später erhöhte der kräftige Angreifer nach einer flachen Flanke von Michael Parensen auf 3:0.

Union ließ nun die Zügel etwas lockerer und eröffnete so Räume für Babelsberg. Die wusste der Regionalligist zu nutzen: Matthias Steinborn ließ auf dem rechten Flügel Parensen und Toni Leistner aussteigen und jagte den Ball anschließend zum 1:3. Wenig später hatte der starke Dribbler sogar den Anschlusstreffer auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Daniel Haas im Union Tor. So blieb es zum 1:3 zur Pause.

Zur Halbzeitpause wechselten die Eisernen wie am Vorabend kräftig durch. Nur wenige Sekunden nach dem Seitenwechsel sorgte mit Sören Brandy einer der Neuen aus kurzer Entfernung ins rechte Eck für das 1:4. Das Spiel verlor in der Folge an Schwung. Lediglich zwei echte Torchancen bekamen die 2006 Zuschauer noch zu sehen: einen Pfostenschuss von Christopher Quiring und einen schönen Freistoß von Babelsberg, den Mohamed Amsif gerade noch über die Latte lenken konnte. Am verdienten Ergebnis änderten diese Aktionen jedoch nichts mehr.