Berlin - Finnland oder Kasachstan. Der 1. FC Union lernt gleich in den Playoffs die Tücken der neugeschaffenen Conference League kennen. Sportlich steht die Tür zur Gruppenphase des Europacup-Wettbewerbs für die Eisernen nach der Auslosung der Playoff-Runde mit Kuopio PS oder FK Astana als möglichem Gegner weit auf. Logistisch wird die Qualifikationsrunde für den Fußball-Bundesligisten aber zu einer großen Herausforderung.

Eine Reise über vier Zeitzonen hinweg droht

Im Hinspiel geht es am 19. August entweder in die finnische Fußball-Provinz oder wahrscheinlicher und schwieriger über vier Zeitzonen und mehrere tausend Flugkilometer hinweg bis nach Nur-Sultan, in die Hauptstadt Kasachstans. „Ganz gleich ob Kasachstan oder Finnland. Eins steht fest – es wird ein Abenteuer“, twitterte Torwart Andreas Luthe nach der Auslosung am Montag in der Uefa-Zentrale in Nyon und versah seinen Beitrag mit einer Muskelgeste.

Trainer Urs Fischer, Manager Oliver Ruhnert und Union-Präsident Dirk Zingler äußerten sich nach der Auslosung öffentlich nicht. Man wolle erst abwarten, wer letztlich der Gegner sei, hieß es. Wo die Reise für Union zwischen den ersten beiden Bundesliga-Saisonspielen gegen Bayer Leverkusen (15. August) und bei der TSG 1899 Hoffenheim (22. August) hingeht, entscheidet sich im Duell zwischen Kuopio und Astana in der dritten Qualirunde am 5. und 12. August. Astana, das 2015 in die Gruppenphase der Champions League einzog, ist der Favorit.

Das Rückspiel steigt im Olympiastadion

Am 26. August steht das Rückspiel in Berlin an. Diese Partie wird im Olympiastadion stattfinden, da das Stadion an der Alten Försterei nicht die Zuschauerbedingungen der Uefa erfüllt. Zingler hatte sich gleich nach der Europacup-Qualifikation im Mai für den Umzug in die viel größere Arena im Westen der Hauptstadt ausgesprochen, damit möglichst viele Union-Fans die Partie im Stadion verfolgen können.

Kuopio und Astana gehörten zu den weniger prominenten Losoptionen. Feyenoord Rotterdam, KAA Gent oder PAOK Saloniki blieben Union als mögliche Kontrahenten erspart. Durch ein Setzsystem war schon zuvor klar gewesen, dass Union frühestens in der Gruppenphase auf Topteams wie AS Rom, Tottenham Hotspur oder den ehemaligen Fischer-Club FC Basel treffen kann.