Berlin - Der Tag in Köpenick zeigte sich blendend aufgelegt. Mit einem Union-Trainer Urs Fischer, der mit der Sonne um die Wette strahlte. Der auch nicht umhin kam, zu Lionel Messi Stellung zu nehmen, der keinen neuen Vertrag beim FC Barcelona unterschreiben wird. „Das wird nichts bei uns. Die Nummer 10 ist schon vergeben“, witzelte der Schweizer Fußballlehrer zwei Tage vor der Auftakthürde des 1. FC Union im DFB-Pokal (15.30 Uhr) bei Türkgücü München.

Extraschichten will Union möglichst vermeiden

Dem 55-Jährigen war sichtlich anzumerken, dass er voll Vorfreude in die Pokalaufgabe geht. Endlich ist die Vorbereitung vorbei und es kann losgehen. Mit zu seiner guten Laune trägt neben den vielen mitreisenden Fans sicherlich bei, dass besagte Nummer 10 – besser bekannt als Max Kruse – nach überstandenem Olympiaabenteuer wettkampffit ist. „Er hat sich diese Wochen im Training gut präsentiert. Hat sicherlich noch ein paar Extraeinheiten zu machen. Aber er ist einsatzbereit“, sagte Fischer, der sich allerdings nicht darauf festlegen wollte, ob es bei Kruse für die ganzen 90 – oder womöglich 120 – Minuten reichen würde.

Extraschichten sollen ja möglichst vermieden werden, um Energie zu sparen. Denn die kommenden Wochen haben es in sich für die Köpenicker mit den englischen Wochen durch die Play-off-Partien zur Conference League. Fischers Plan für die Partie beim Drittligisten steht daher fest. „Wichtig ist es, von der ersten Sekunde an bereit zu sein. Man muss versuchen, sein Spiel dem Gegner aufzuzwingen. Wir müssen Balldruck bekommen und sie ihr Spiel nicht aufziehen zu lassen. Wichtig ist dabei immer zu wissen, dass wir die Qualität haben, um das zu schaffen“, sagte Fischer. Damit erst gar keine große Pokalatmosphäre bei den Münchnern eintritt.

Drei Profis fehlen sicher

Fehlen wird den Eisernen der angeschlagene Angreifer Sheraldo Becker. Passen müssen zudem Mittelfeldmann Grischa Prömel (Probleme in der Leistengegend) und Angreifer Leon Dajaku (Blinddarm-Operation). Ein Mitwirken des angeschlagenen Mittelfeldspielers Sebastian Griesbeck ist fraglich.