Berlin-Köpenick - „Welchen Sinn ergibt die Leihe von Petar Musa zum 1. FC Union?“, fragte die Berliner Zeitung im vergangenen Februar, als der junge Kroate kurz vor Ende des Wintertransferfensters noch von Slavia Prag ausgeliehen wurde. Der Wechsel war ungewöhnlich: Ein junger, entwicklungsfähiger U21-Nationalspieler, der sich in der tschechischen Liga zwar mit zahlreichen Treffern einen Namen gemacht, dann jedoch zu wenig Einsätze bekommen hatte, sollte ausgerechnet in der Bundesliga für ein halbes Jahr Spielpraxis sammeln? Und das alles ohne Kaufoption? Noch dazu war Joel Pohjanpalo als Leihgabe von Bayer 04 Leverkusen gerade erst genesen und voller Motivation, wieder anzugreifen. Das passte alles nicht so recht.

Fast vier Monate später lässt sich zumindest sagen: Das Leihgeschäft ergibt für den 1. FC Union Sinn! Denn der 23-Jährige ist in einer, zumindest was die Ergebnisse angeht, durchwachsenen Rückrunde der Eisernen eine echte Entdeckung. Elfmal ließ Trainer Urs Fischer den Zagreber auflaufen, zuletzt fünfmal von Beginn an. Beim 3:1 gegen Werder Bremen, als Musa nach langer Zeit doch mal wieder von der Bank startete, legte er nach seiner Einwechslung in der zweiten Hälfte zwei der drei Treffer Pohjanpalos auf. Eine Woche zuvor war ihm beim 2:1 gegen den VfB Stuttgart sein erstes Bundesligator gelungen. Musa, der in der laufenden Saison auch in vier Partien der Europa League für Slavia Prag auflief, findet sich in Köpenick immer besser zurecht und in Fischer einen Trainer, der ihn richtig einzusetzen weiß. Was bleibt, ist die gefürchtete Frage vom Januar: Und nun?

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.