Berlin-Köpenick - Deutsche und Österreicher verbindet, wenn es um Fußball geht, so etwas wie eine Hassliebe. Zumindest was die Kicker angeht, die in den 42 Jahren der Teilung den Deutschen Fußball-Bund vertreten haben. Das mag in erster Linie an Cordoba liegen und der Schmach des damaligen Titelverteidigers bei der WM 1978 in Argentinien mit dem 2:3 vor allem gegen Hans Krankl. Damit war der K. o. nicht nur für die Mannschaft um ihren Kapitän Berti Vogts besiegelt, sondern auch für den Mann mit der Mütze, für Bundestrainer Helmut Schön.

Dass sich die beiden Nationalteams, das schwarz-rot-goldene und das rot-weiß-rote, vier Jahre später dafür umso prächtiger verstanden, als es im letzten WM-Gruppenspiel darum ging, Algerien eins auszuwischen und in Spanien gemeinsam in die nächste Runde einzuziehen, was beim deutschen 1:0-Sieg ziemlich unappetitlich gelang, steht auf einem anderen Blatt. Da war jeder sich selbst der Nächste und der weltweite Aufschrei nach der Schande von Gijon ging sowohl dem einen wie dem anderen sonst wo vorbei.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.