Berlin-Köpenick - Das, was sich am Sonnabend so ab Minute 65 im Stadion An der Alten Försterei abspielte, hatte den Stoff für ganz großes Kino. Mitten im hart, aber fair umkämpften Kick zwischen dem 1. FC Union und Borussia Mönchengladbach musste Stammkeeper Andreas Luthe raus und Liverpools Leihgabe Loris Karius unvermittelt für ihn einspringen. Das Spiel stand auf Messers Schneide. Man bangte um die Schwere der Verletzung Luthes. Und jeder fragte sich, was da wohl jetzt kommen werde? Würde Karius gar zum Helden werden können? Oder eher wieder so wie beim Pokal-Aus gegen Paderborn kurz vor Weihnachten eine unglückliche Figur abgeben? Von null auf hundert aus dem Kalten ist ja keine so ganz einfache Aufgabe.

Dass es am Ende hieß: „Drama? Welches Drama?“, lag zum einen dann an Karius selber. Der fischte nämlich in der Nachspielzeit einen kreuzgefährlichen Kopfball von Gladbachs Marcus Thuram aus dem Winkel, sicherte mit dieser Glanztat das 1:1 (1:0)-Unentschieden, mit dem die Köpenicker nach zuletzt zwei Pleiten in Folge wieder ein Achtungszeichen sendeten. Achtungszeichen auch deshalb, weil die Borussia als Champions-League-Achtelfinalist ja alles andere als Laufkundschaft ist dieser Tage. 

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