Berlin-KöpenickEs war eine Lehrstunde , die Bayer 04 Leverkusen dem 1. FC Union im September 2019 erteilte. 14 Schüsse donnerten die Spieler der Werkself auf oder neben das Gehäuse des damaligen Torhüters Rafal Gikiewicz, ließen selbst nur zwei Attacken auf ihr eigenes Tor zu und dominierten die Eisernen mit 61 Prozent Ballbesitz. Bis heute ist kaum zu glauben, dass die Köpenicker dieses Spiel „nur“ mit 0:2 verloren, bis heute gilt die Niederlage früh in der Premieren-Saison des 1. FC Union in der Bundesliga als heftigste Pleite des Spieljahres, mehr noch als das 0:4 zum Saisonauftakt gegen RB Leipzig.

Noch heute sprechen Spieler und Trainer der Eisernen von einem „Totalausfall“ in der Bay-Arena, der jedoch auch den weiteren Saisonverlauf der schließlich doch ziemlich erfolgreichen ersten Saison der Köpenicker im Oberhaus des deutschen Fußballs beeinflusste. Nach der Niederlage bei den Leverkusenern vereinfachte Unions Trainer Urs Fischer die Abläufe im Spiel seiner Mannschaft, beschränkte sich auf die „Basics“ – das rigorose Verteidigen, den langen, eröffnenden Ball auf Stoßstürmer Sebastian Andersson – die die Eisernen schließlich, nach zwei missglückten Anläufen gegen Frankfurt und Wolfsburg, in die Erfolgsspur brachten.

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