Freiburg - Der 1. FC Union hat seine Ergebniskrise überwunden und mit einer absoluten Willensleistung den SC Freiburg mit 1:0 (0:0) besiegt. In einem Spiel, das auch 0:0 hätte ausgehen können, erzielte Grischa Prömel (65.) den einzigen Treffer. Ansonsten zeigten beide Teams aber starke Leistungen in der Defensive und sorgten dafür, dass die Partie trotz weniger Tore nie langweilig war.

Trainer Urs Fischer überraschte mit zahlreichen Wechseln in der Startelf. Den kurzfristig angeschlagenen Taiwo Awoniyi ersetzte Marius Bülter, Christopher Lenz kehrte auf der linken Abwehrseite zum Leidwesen von Ersatzmann Niko Gießelmann zurück. Grischa Prömel ersetzte zudem Christian Gentner, Nico Schlotterbeck kehrte in die Dreierkette zurück, verpasste allerdings seinen Bruder Keven, der auf Seiten der Hausherren zunächst auf der Bank Platz nahm.

Torgefährlicher wollten die Eisernen in Freiburg auftreten, doch es dauerte auf beiden Seiten lange, bis die Partie wirklich Torgefahr entwickelte. Erst in der 29. Minute donnerte Robert Andrich einen Schuss mit links neben das Tor, zuvor war ein Alleingang von Lenz wegen eines Stürmerfouls zurückgepfiffen worden (20.). Allerdings hatte der Linksverteidiger auch nur die Latte getroffen.

Positiv war dabei, dass die Köpenicker die Hausherren ebenfalls nicht vor das Tor ließen. Überhaupt war die Partie im ersten Durchgang auch ohne echte Torchancen ein sportlich gutes Spiel, beide Teams liefen ihre Gegenspieler immer wieder aggressiv an und sorgten so für so einige rassige Zweikämpfe. Nur ein Tor wollte eben nicht fallen.

Im zweiten Durchgang gestaltete sich das Spiel ähnlich. Allerdings drängten nun die Freiburger auf den ersten Treffer. In der 52. Minute hatte Lukas Höler dabei zunächst die beste Chance, köpfte den Ball aber drüber. Jonathan Schmid verschoss einen Freistoß in der 64. Minute neben das Tor.

Ingvartsen nun bester Vorlagengeber

Dann jedoch war es soweit. Auf der rechten Seite setzte sich der hinüber rochierte Marcus Ingvartsen stark durch, flankte mustergültig auf Grischa Prömel, der zur eisernen Führung einköpfte (65.). Ein tolles Tor, was den Dänen Ingvartsen im übrigen an die Spitze der mannschaftsinternen Vorlagen-Statistik katapultierte. Es war bereits seine siebente.

In der Folge versuchten die Hausherren mit Mühe, etwas am Ergebnis zu ändern, scheiterten aber immer wieder an der brillant agierenden Hintermannschaft der Unioner, die die Bemühungen zerstörten. Stattdessen hatten sogar die Eisernen noch die Chance, den Sieg höher zu gestalten, doch der eingewechselte Petar Musa scheiterte alleine vor dem Tor am Freiburger Keeper. So blieb es schließlich beim 1:0, dem ersten Sieg seit fünf Spielen für den 1. FC Union und der ersten Heimniederlage der Freiburger in dieser Saison.