Berlin-Köpenick - Eine gewisse Sorge war schon dabei, als der 1. FC Union am Mittwochabend auf der ersten virtuellen Mitgliederversammlung seiner Vereinsgeschichte die Zahlen für das vergangene, in vielerlei – auch negativer! – Hinsicht so einzigartige Geschäftsjahr vorstellte. Mit welchem Resultat gehen die Eisernen aus der bisherigen Corona-Krise? Wie hoch sind die Verluste? Werden sie sich womöglich sogar auf den unmittelbaren sportlichen Werdegang der Unioner auswirken? Am Ende konnte die Vereinsführung um Präsident Dirk Zingler, der aus persönlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte, Oskar Kosche, Jörg Hinze, Lutz Munack und Dirk Thieme Entwarnung geben: Mit einem Verlust von 7,445 Millionen Euro hat der Verein das Geschäftsjahr verhältnismäßig glimpflich überstanden – auch dank einer beeindruckenden Solidarität seiner Mitarbeiter, Anhänger und Sponsoren.

Mit einem klaren Plan waren die Eisernen im Sommer 2019 in die erste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte gestartet. Oberste Priorität, so die Vereinsführung, hatte von Anfang an der Klassenerhalt im Oberhaus. Dafür investierten die Köpenicker schon nach dem Aufstieg in den Kader der ersten Mannschaft, erhöhten den Lizenzspieler-Etat auf rund 29 Millionen Euro. Gleichsam blieb, so auch der klare Wunsch im  Verein, die Gehalts- und Vergabepolitik bei den Eintrittskarten gleich, um das vielzitierte „Stadionerlebnis“ bei den Eisernen nicht zu verändern. Der Erfolg gab den Unionern zunächst recht, alle zwölf Heimspiele bis zur Corona-Pause waren im Heimbereich ausverkauft, zudem gewann der Verein nach dem Aufstieg sage und schreibe 9166 Neumitglieder hinzu. Der 1. FC Union generierte sogar bis dahin nicht einkalkulierte Mehreinnahmen, unter anderem durch das Erreichen des DFB-Pokal-Viertelfinales.

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