Berlin-Köpenick - Es ist selten, dass Urs Fischer einen fußballtaktischen Sachverhalt in der Öffentlichkeit direkt und unverhohlen ausspricht. Die obligatorischen Vorschauen des Trainers des 1. FC Union auf das jeweilige nächste Spiel beschränken sich für gewöhnlich auf Phrasen wie „ein schwer zu bespielender Gegner“, von dem er „ein Spiel auf Augenhöhe“ erwartet, weil der „sehr kompakt“ steht und „ein schnelles Umschaltspiel“ entfesseln kann.

Umso erstaunlicher war es, dass der Schweizer Übungsleiter ausgerechnet vor der Partie beim 1. FC Köln und damit auch vor dem Spiel gegen Ex-Stürmer Sebastian Andersson am Sonntag (18 Uhr) mit einer durchaus konkreten Analyse der eigenen Mannschaft überraschte: „Wenn man einen Spieler mit Sebastians Qualitäten hat, nutzt man das entsprechend aus“, erklärte er und meinte damit die nachgewiesene Kopfballstärke des schwedischen Nationalspielers, die bei den Eisernen in der Vorsaison für zahlreiche lange Bälle im Spielaufbau gesorgt hatte. „Als er dann nicht mehr bei uns war“, führte Fischer weiter aus, „mussten wir nach neuen Lösungen suchen und kreativ werden.“ Er endete mit einem echten Knaller: „Dass wir unsere Spielweise zuletzt angepasst haben, hat sicherlich mit seinem Abgang zu tun.“

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