Berlin-Köpenick - Kaum da und schon wieder weg. Wer auch immer von den Anhängern des 1. FC Union gehofft haben sollte, dass er in dieser Woche einen kleinen Blick auf seine Lieblinge in Rot und Weiß werfen könne, muss dieses Vorhaben verschieben. Die Eisernen trainieren zwar am Donnerstagvormittag ein erstes Mal in der Hauptstadt und das unter Ausschluss, doch schon kurz darauf geht es auf nach Bad Saarow, wo bis Sonntag ein Kurztrainingslager auf dem Programm steht.

Doch längst hat Urs Fischer nicht alle seine Spieler zusammen. Timo Baumgartl wird zwar mit von der Partie sein – es sind nur noch ein paar finale Dinge zu klären bis zur offiziellen Verlautbarung des Transfers – aber es fehlen eben andere Akteure. Die EM-Fahrer Christopher Trimmel (Österreich) und Tymoteusz Puchacz (Polen) genießen noch ein paar Wochen Urlaub. Sie werden aber nach Lage der Dinge rechtzeitig für das zweite Trainingslager in Tirol (19.–28. Juli) in die Vorbereitung einsteigen.

Nicht bei der EM, aber im Dienst an der nationalen Sache waren auch Genki Haraguchi und Sheraldo Becker. Deren WM-Qualifikationsspiele liegen zwar etwas zurück, aber beim Niederländer steht der Gold-Cup – das nordamerikanische Pendant zur Europameisterschaft (10. Juli bis 2. August) – an. Es ist zwar nicht zu erwarten, dass Surinam bis ins Endspiel kommt, dennoch muss der Flügelflitzer sich ja auch hinterher noch ein paar Tage erholen, fällt damit ebenso in der Vorbereitung aus wie wohl auch Max Kruse und Cedric Teuchert.

Kruse und Haraguchi nach Tokio

Das Angreiferduo soll bei den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) der Elf von Stefan Kuntz helfen, Edelmetall nach Hause zu bringen. Der dritte Unionspieler im Bunde, der ebenfalls beim Turnier mitwirken soll, ist Hannover-Neuzugang Genki Haraguchi. Da es aber Bestrebungen beim DFB gibt, von ihren Vereinen nicht mehr als zwei Akteure anzufordern, könnte Teuchert wohl noch bei der Nominierung durchs Raster fallen.

Was für ihn persönlich schade wäre, von seinem Trainer Urs Fischer aber sicherlich begrüßt werden würde. Schlussendlich hat der seine Jungs gern frühzeitig um sich, damit er in der Vorbereitung alle auf das Ziel Klassenerhalt einschwören kann.