Am Wochenende kehrte der 1. FC Union Berlin noch mit einem Sieg vom SC Freiburg zurück und qualifizierte sich in jedem Fall für einen europäischen Wettbewerb. Zu Wochenbeginn präsentieren sie einen neuen Spieler, der bald ebenfalls die Reise aus dem Breisgau nach Köpenick antreten wird: Janik Haberer. Der offensive Mittelfeldakteur, der auch schon mal als hängende Spitze oder Flügelstürmer zum Zug kommt, wechselt an die Wuhlheide. Nach den Brüdern Keven und Nico Schlotterbeck sowie Dominique Heintz ist Haberer der vierte Spieler, der vom SC Freiburg zum 1. FC Union wechselt.

Dort könnte der Linksfuß in die Rolle des nach Hoffenheim wechselnden Grischa Prömel schlüpfen. Bochum hatte sich um eine Rückkehr seines einstigen Leihspielers bemüht, aber einen Korb kassiert. In Unions Beuteschema passt er perfekt: Manager Oliver Ruhnert verpflichtet ja gerne einmal Kicker, die schon über Bundesligaerfahrung verfügen, zuletzt aber nicht mehr so zur Entfaltung bei ihren Klubs kamen. Und nach sechs Jahren im Breisgau (169 Spiele/13 Tore) ist eine Luftveränderung ja nichts Ungewöhnliches für einen Spieler. „Janik bringt sehr viel Variabilität mit und kann verschiedene Positionen im Mittelfeld spielen. Darüber hinaus hat er mir in unseren Gesprächen vermittelt, wie ambitioniert er ist. Im Hinblick auf unsere nächste Saison mit drei Wettbewerben glauben wir, dass Janik seine Erfahrung mit konstant guten Leistungen einbringen wird“, wird Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball, in einer Vereinsmitteilung zitiert.

In Freiburg kam der 28-Jährige nach einem sich im Juni 2020 zugezogenen Wadenbeinbruch nicht mehr über den Status des Ergänzungsspielers hinaus. In der Rückrunde des Vorjahres gab es nach auskurierter Verletzung nur Kurzeinsätze. Da vielleicht noch durch Trainingsrückstand erklärbar. Doch auch in dieser Spielzeit blieb ihm nur eine Rolle im zweiten Glied unter Kulttrainer Christian Streich.

Anders als der ablösefreie Haberer würde Fürths Jamie Leweling (Vertrag bis 2024) zwischen 3,5 bis 4 Millionen Euro kosten. Der deutsche U21-Nationalspieler mit ghanaischen Wurzeln wäre nach Paul Seguin dann schon der zweite Zugang aus dem Ronhof, wird allerdings auch von Mönchengladbach und Stuttgart umworben. Bei den Kleeblättern kam der 21-Jährige auf 32 Saisoneinsätze (5 Tore, 2 Vorlagen). Für Union wäre ein Transfer in der Größenordnung durch die sichere Europa-Teilnahme stemmbar.

Kaum war die erste Freude über den neuen Spieler verflogen, gab es seitens der Unioner eine weitere Meldung. Darin verkündete der Verein nicht nur, dass Timo Baumgartl auch im letzten Saisonspiel am Sonnabend gegen Bochum fehlen wird, sondern auch den Grund dafür: Im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung wurde beim 26-jährigen Verteidiger ein Tumor im Hoden entdeckt, welcher wenige Tage später erfolgreich operativ entfernt werden konnte. In den kommenden Wochen werden außerdem weitere präventive Nachbehandlungen durchgeführt.