Neuer Linksverteidiger für Union: Roussillon kommt aus Wolfsburg

Der 1. FC Union Berlin wird auf dem Transfermarkt aktiv und verpflichtet den Franzosen Jérome Roussillon von Ligakonkurrent VfL Wolfsburg.

Jérome Roussillon verlässt den VfL Wolfsburg, spielte zuvor viereinhalb Jahre für die Niedersachsen.
Jérome Roussillon verlässt den VfL Wolfsburg, spielte zuvor viereinhalb Jahre für die Niedersachsen.Imago

Es war absehbar, dass Union Berlin in diesem Winter noch einen weiteren Außenverteidiger holen würde. Nun haben die Köpenicker in der laufenden Transferperiode zeitig Nägel mit Köpfen gemacht und Jérome Roussillon vom VfL Wolfsburg fest verpflichtet. Über die Vertragslaufzeit machte der Verein keine Angaben.

Der 30-Jährige ergänzt damit das bestehende Trio aus Kapitän Christopher Trimmel, Julian Ryerson und Niko Gießelmann, nachdem sich Tymoteusz Puchacz noch vor dem Jahreswechsel dem griechischen Spitzenverein Panathinaikos Athen angeschlossen hatte.

Im Wolfsburger Trainingslager im portugiesischen Almancil fehlte Jérome Roussillon zuletzt allerdings verletzungsbedingt. Probleme am Innenband sollen ihm seit einiger Zeit zu schaffen machen.

Überhaupt hat Roussillon in Wolfsburg eine schwere Zeit hinter sich. Seit Niko Kovac im Sommer das Traineramt bei den Wölfen übernahm, spielte der ehemalige U20-Nationalspieler seines Heimatlandes fast keine Rolle mehr. Zum Ende des Jahres kam er lediglich auf vier Kurzeinsätze. 

Davon abgesehen war er einst mit einem echten Knalleffekt in Deutschland aufgeschlagen. Gleich in seiner ersten Saison, damals noch unter Ex-Trainer Bruno Labbadia, erzielte er drei Tore selbst, bereitete sechs weitere vor. Nicht nur wegen dieser neun Scorerpunkte galt er seinerzeit als einer der besten Transfers der Bundesliga.

Sein Stammplatz war in Wolfsburg zuletzt meist die Bank: Jérome Roussillon.
Sein Stammplatz war in Wolfsburg zuletzt meist die Bank: Jérome Roussillon.Imago

Nach dem Karriereknick soll er nun in Berlin-Köpenick wieder Fuß fassen und an seine einst schon gezeigte Leistungsstärke anknüpfen. Bislang stehen 107 Partien in der Bundesliga und 117 Spiele in der französischen Ligue 1 in Roussillons Vita.

Unions letzter Härtetest gegen MSK Zilina

Für die Profis von Union steht am Sonnabend der letzte Härtetest vor dem Wiederauftakt der Bundesliga auf dem Programm. Ab 15.30 Uhr stellt sich im Stadion An der Alten Försterei der MSK Zilina vor. Gegen den siebenmaligen slowakischen Meister dürfte Trainer Urs Fischer seine Mannschaft wie schon in den Testspielen gegen Augsburg im Trainingslager (1:0, 4:1) in zwei unterschiedlichen Systemen antreten lassen. 

Neben dem altbewährten 3-5-2 probt Union intensiv das 4-4-2, um variabler agieren zu können. Am 21. Januar (ebenfalls 15.30 Uhr) gastiert dann die TSG Hoffenheim zum ersten Bundesliga-Spiel nach der Winterpause in Berlin-Köpenick.