Berlin - In normalen Zeiten hätten am Sonnabend in Köpenick bei den Marketingstrategen des 1.FC Union die Köpfe geraucht. Die Partie zwischen den Eisernen und dem Rekordmeister FC Bayern München weckte lange Zeit den Anschein, als ob Bedarf an neuen Fanutensilien geweckt werden könnte. Beispielsweise mit einem kecken T-Shirt und einem in die Richtung Champions-League-Sieger-Besieger-Spruch gehenden Aufdruck. Was wäre das für ein Renner im vom Lockdown bedrohten Weihnachtsgeschäft für die eisernen Zeughäuser geworden – so nennen die Köpenicker ihre Fanshops. 

Auch bei den PR-Strategen der BVG dürften während des Topspiels des Spieltages einige Köpfe geraucht haben. Die Kreativabteilung der Verkehrsbetriebe hatte im Vorfeld eher so semimäßig gewitzelt, dass Spiele gegen Bayern, so spannend seien wie 90 Minuten Fahrgastanzeige und die Anhänger der Eisernen sich doch lieber in einen U-Bahnhof setzen sollten, anstatt die Partie irgendwo vorm Fernseher zu verfolgen. Begründung: Da sei wenigstens der Ausgang offen, anders als das zu erwartende Resultat der Partie.  

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