Berlin-Köpenick - Am Ende war es zwar nur ein Testspiel und doch dürften sich die Kicker des 1. FC Union nach dem 1:2 (0:2) gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig geärgert haben. Weil die Eisernen zu keinem Zeitpunkt die Stärken auf den Platz bringen konnten, die sie sonst in der Bundesliga auszeichnen. Und weil es keinem der acht Startelfspieler, die im Oberhaus zuletzt nur selten berücksichtigt wurden, gelang, zumindest in diesem Freundschaftsspiel nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen.

Keita Endo verpasste zwei gute Chancen, seine Stärken im Eins-gegen-eins gewinnbringend auszuspielen, Loris Karius segelte beim 0:1 unkoordiniert dem Ball, den er schließlich verpasste, entgegen. Cedric Teuchert und Leon Dajaku fanden überhaupt nicht statt, Andy Gogia mühte sich redlich, fand aber keine Mitspieler, die es ihm gleichtaten. Marius Bülter belohnte sich als Einziger mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 in der 73. Minute. Doch auch der fiel bestenfalls glücklich, nachdem Gästekeeper Felix Dornebusch nach einem abgefälschten Ball zuvor in die falsche Ecke gehechtet war.

Immerhin ein kleiner Lichtblick: Beide Treffer für den Zweitligisten, der noch immer um den Klassenerhalt kämpft, erzielte Union-Leihgabe Suleiman Abdullahi, der im Sommer nach Köpenick zurückkehrt. Zudem durfte, neben Teenager Mathis Bruns, auch A-Jugendspieler Malick Sanogo (beide 16), Sohn von Ex-Bundesligaprofi Boubacar Sanogo, einige Minuten ran und erfrischte die Partie in der Schlussphase merklich.