Berlin - Im Rechtsstreit zwischen Max Kruse und seinem ehemaligen Club Fenerbahce Istanbul hat der Weltverband Fifa jetzt für den Fußballprofi des 1. FC Union Berlin entschieden. Nach dpa-Informationen ist die Millionenforderung des türkischen Clubs vom Tisch, Kruse kann sogar mit einer Gehaltsnachzahlung rechnen.

Das legte die Kammer zur Beilegung von Streitigkeiten bei der Fifa fest. Gegen die Entscheidung kann aber noch Einspruch eingelegt werden. Eine offizielle Mitteilung des Weltverbandes gibt es nicht. Zuerst hatten der Kicker und die Bild-Zeitung über die Entscheidung berichtet.

Wegen ausstehender Gehälter gekündigt

Ex-Nationalspieler Kruse hatte Fenerbahce wegen angeblich ausstehender Gehälter gekündigt und wechselte danach ablösefrei zu den Eisernen. Der 1. FC Union hatte im Sommer erklärt, dass Fenerbahce die für die Erteilung der Spielgenehmigung benötigten Dokumente hinterlegt habe. Der Istanbuler Club aber reichte bei der Fifa eine Schadenersatz-Klage gegen den 32-Jährigen wegen unrechtmäßiger Kündigung ein. Summen wurden offiziell nicht genannt. Kruse kuriert derzeit einen Muskelfaserriss aus, den er sich im Derby gegen Hertha BSC zugezogen hatte.