Union-Trainer Urs Fischer warnt seine Profis vor Werder Bremen

Zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde gastiert Union Berlin am Mittwoch (20.30 Uhr) in Bremen. Trainer Urs Fischer warnt vor den Norddeutschen.

Urs Fischer will die Hinrunde mit Union Berlin mit einem Erfolgserlebnis in Bremen beenden.
Urs Fischer will die Hinrunde mit Union Berlin mit einem Erfolgserlebnis in Bremen beenden.dpa

Als die letzten Profis des 1. FC Union Berlin nach dem 3:1-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim vermutlich noch unter der Dusche in den Katakomben im Stadion An der Alten Försterei standen, erlebten die Spieler des SV Werder Bremen knapp 600 Kilometer westlich ihr blaues Wunder.

Nach Niederlage: Werder gegen die Eisernen verunsichert?

Die erste Halbzeit beim Spiel der Norddeutschen in Köln war am vergangenen Sonnabend noch nicht mal beendet, da führte der heimische FC bereits mit 5:0. Am Ende unterlag das Team von Trainer Ole Werner mit 1:7 und versuchte sich erst gar nicht in großen Erklärungen oder Analysen. Tritt der SV Werder aber deshalb am Mittwoch (20.30 Uhr) nun auch verunsichert gegen die Eisernen an?

„Das Gute ist, dass du zwei, drei Tage später ein neues Spiel hast. Allzu lange haben sie sich nicht damit aufgehalten“, glaubt Union-Trainer Urs Fischer, dass die deftige Klatsche keine nachhaltigen Spuren hinterlassen hat. „Das letzte Spiel lassen wir weg, da ist einiges schiefgelaufen“, möchte der Schweizer den Gegner nicht nur anhand dieser einen Partie beurteilen.

Passend dazu kam er in der Spieltags-Pressekonferenz auf die eigene 0:5-Klatsche bei Bayer Leverkusen vor der WM-Pause zu sprechen: „Da haben wir es in der ersten Halbzeit auch noch ordentlich gemacht und dann gibt es solche Nachmittage, da passiert so etwas.“

Im Gegensatz zum eigenen Sieg gegen Hoffenheim will Fischer seine Elf beim Flutlichtspiel an der Weser diesmal von Beginn an mit Leidenschaft und Elan sehen. Gegen die Kraichgauer hatte Union vor dem Seitenwechsel viel zu passiv agiert, einen Elfmeter verschossen und war folgerichtig mit einem Rückstand in die Kabine gegangen. „Gegen Hoffenheim hatten wir unseren Aha-Effekt nach der ersten Hälfte. Das Spiel beginnt aber mit der ersten Minute, nicht mit der 46. Das war schon ein Thema“, erzählte der Trainer.

Über 2000 Union-Fans sind in Bremen dabei

Bei der Besetzung des Spieltagskaders ließ sich Fischer wie gewohnt nicht in die Karten schauen. Sven Michel könnte als zusätzliche Option für die Offensive zurückkehren und auch der erst am Sonntag verpflichtete Josip Juranovic könne direkt ein Thema für das Aufgebot sein. „Er will sich zeigen, ist sehr aktiv, bietet sich an. Die ersten Eindrücke sind sehr positiv“, fasste Fischer seine bisherigen Beobachtungen zusammen.

Mit dem vierten Auswärtssieg der Saison würde der 1. FC Union die bislang beste Bundesliga-Hinserie der Vereinsgeschichte krönen. Die Zähler 31, 32 und 33 würden die Eisernen auf dem Konto verbuchen, sollte am Mittwoch gegen 22.30 Uhr das nächste positive Ergebnis auf der Anzeigetafel leuchten. Über 2000 Fans aus Berlin begleiten die Mannschaft in die Hansestadt und sorgen für die gewohnte Unterstützung.