Holt sich Union Berlin für rund 4 Millionen Euro den nächsten WM-Spieler?

Das nächste Gerücht rund um Union Berlin. Die Eisernen sollen laut eines ausländischen Mediums vor dem Transfer eines zentralen Mittelfeldmannes stehen.

Aissa Laidouni (2.v.r.) im WM-Gruppenspiel gegen Frankreich im Duell mit Youssouf Fofana (2.v.l.).
Aissa Laidouni (2.v.r.) im WM-Gruppenspiel gegen Frankreich im Duell mit Youssouf Fofana (2.v.l.).AFP/POUJOULAT

Die Rede ist von Aissa Laidouni, der bei Ferencvaros Budapest spielt und bei der Weltmeisterschaft 2022 in allen drei Partien für Tunesien in der Startelf stand. Das ungarische Medium Csakfoci.hu berichtet exklusiv, dass ein Wechsel zum 1. FC Union Berlin bevorstehen soll.

Nach den starken Auftritten des zentralen Mittelfeldmannes bei der WM seien gleich mehrere Vereine am 26-Jährigen interessiert gewesen. Einige aus der Bundesliga, aber auch ein spanischer Klub, mit dem der bissige Zweikämpfer sogar ebenfalls verhandelt haben soll. Durchgesetzt habe sich letztlich der FCU, heißt es weiter.

Zwar gebe es noch keine endgültige Einigung mit den Köpenickern, doch das Medium sieht die Chancen als „gut“ an, dass der Wechsel über die Bühne gehen wird. Dabei soll der ungarische Spitzenverein eine Ablöse bekommen, die sieben bis acht Mal so hoch ist, wie die 600.000 Euro, die man Anfang August 2020 für den Edeltechniker bezahlt hat.

Es handelt sich also offenbar um eine Summe zwischen vier und fünf Millionen Euro, die für Union durchaus zu stemmen ist. Weitere Nahrung, dass an dieser Meldung etwas dran sein könnte, liefern die Eisernen selbst, die sich auf der Suche nach einem zentralen Mittelfeldmotor befinden sollen, der die spielerische Qualität des FCU erhöhen kann.

Aissa Laidouni (2.v.r.) kann sich dank seiner Technik und Tricks auch gegen mehrere Gegenspieler - so wie hier bei der WM gegen Dänemark - behaupten.
Aissa Laidouni (2.v.r.) kann sich dank seiner Technik und Tricks auch gegen mehrere Gegenspieler - so wie hier bei der WM gegen Dänemark - behaupten.IMAGO/Nordphoto

Aissa Laidouni erreichte mit Ferencvaros das Europa-League-Achtelfinale

Genau so jemand wäre Laidouni, der körperlich robust daherkommt, sezierende Pässe in petto hat, aufgrund seiner engen Ballführung nur schwer vom Leder zu trennen ist und sich dank seiner Technik mit trickreichen Dribblings Platz verschaffen kann.

Darüber hinaus war er bei Ferencvaros immer wieder einer der Standardschützen, weil er über eine exzellente Schusstechnik und -kraft verfügt. Er ist im Team des früheren russischen Nationaltrainers und ehemaligen Bundesliga-Torwarts von Dynamo Dresden, Stanislaw Tschertschessow, eine feste Größe und kommt in 24 Saisoneinsätzen auf zwei Treffer und vier direkte Vorlagen.

Zudem hat Laidouni seinen Anteil daran, dass sich Ferencvaros überraschend als Gruppenerster direkt für das Europa-League-Achtelfinale qualifiziert hat, sich dabei gegen individuell vermeintlich bessere Mannschaften wie die AS Monaco und Trabzonspor, dazu Roter Stern Belgrad durchsetzte.

Aissa Laidouni (v.-l.) im Europa-League-Spiel von Ferencvaros Budapest im Zweikampf mit Aleksandr Golovin von der AS Monaco.
Aissa Laidouni (v.-l.) im Europa-League-Spiel von Ferencvaros Budapest im Zweikampf mit Aleksandr Golovin von der AS Monaco.IMAGO/Gonzales Photo

Der in Montfermeil geborene Straßenfußballer wurde in Frankreich ausgebildet, kam beim Angers SCO allerdings nur zu einer Begegnung in der Ligue 1 und musste den Umweg über kleinere Ligen und Länder gehen. Dabei kickte er vor seiner Zeit in Ungarn für den FC Voluntari in Rumänien, für den er in 56 Partien sieben Mal traf und fünf Assists beisteuerte. In Ungarn schaffte er nun den nächsten Entwicklungsschritt, ehe er sich bei der vergangenen WM endgültig ins Rampenlicht spielte.

Sollte Union ihn trotz der großen Konkurrenz im zentralen Mittelfeld tatsächlich verpflichten, würde er die Optionen von Urs Fischer weiter erhöhen, denn einen Akteur mit seinen Fähigkeiten haben die Eisernen bislang nicht im Kader.