Union Berlin: Zwei Profis zurück im Teamtraining

Beim Medientraining des 1. FC Union Berlin gab es zwei Rückkehrer in den Kader zu sehen, was auch Trainer Urs Fischer freute.

Sheraldo Becker trainierte erstmals seit dem Re-Start wieder mit dem Team.
Sheraldo Becker trainierte erstmals seit dem Re-Start wieder mit dem Team.Imago/Koch

Zwei krächzende Krähen saßen auf den Flutlichtmasten und „schauten“ dem 1. FC Union Berlin von oben beim Medientraining am Donnerstagmorgen zu. Dabei bekamen sie – bevor sie sich in den angrenzenden Wald aufmachten – ohne ihr Wissen auch zwei Rückkehrer zu sehen.

Sheraldo Becker, der aus privaten Gründen gefehlt hatte, war am Mittwoch zwar schon wieder im Individualtraining, hatte aber nicht an der öffentlich im Stadion An der Alten Försterei abgehaltenen Einheit teilgenommen. Dazu kehrte auch Sturmkollege Kevin Behrens nach seiner Erkrankung wieder zurück.

Sheraldo Becker und Kevin Behrens mischen wieder bei Union Berlin mit

Becker ärgerte sich über Fehlpässe, Ballverluste und rannte dann mehrfach in höchstem Tempo hinterher, um das Leder wiederzugewinnen. Nicht nur dank dieser unverkennbaren Motivation und Freude am Fußball ist sein Wiedereinstieg für die Mannschaft von Urs Fischer ein Gewinn.

Der Schweizer Übungsleiter stand den Medienvertretern nach der Einheit für rund sechseinhalb Minuten für Fragen zur Verfügung. Allerdings nicht am abgeschirmten Trainingsplatz, sondern im Stadion, denn das ist bekanntlich überdacht. Da es sich bei nasskalten Witterungsbedingungen eingeregnet hatte und nach rund 90 Minuten auch dementsprechend kalt war, wurde das Treffen zum Wohlgefallen aller dorthin verlegt.

Urs Fischer stellte sich gut gelaunt den Fragen der Journalisten.
Urs Fischer stellte sich gut gelaunt den Fragen der Journalisten.Imago/Koch

Der Coach sagte zur Rückkehr von Becker: „Er war wegen einer persönlichen Geschichte zwei Tage nicht da. Es ist alles okay.“ Fischer führte weiter aus: „Kevin Behrens geht es wieder gut, wie man heute gesehen hat.“ Letzteres erzählte er mit einem breiten Grinsen, denn der einsatzfreudige Stürmer hatte sich voll reingehängt.

Auf seinen gesamten Kader kann der Schweizer Übungsleiter allerdings noch nicht zurückgreifen: „András Schäfer ist im Aufbautraining. Wir hoffen, dass er schnellstmöglich wieder voll dabei ist. Er muss jeden Tag einen Schritt nach vorne machen.“

Kevin Behrens mischte beim 1. FC Union Berlin ebenfalls wieder im Teamtraining mit.
Kevin Behrens mischte beim 1. FC Union Berlin ebenfalls wieder im Teamtraining mit.Imago/Koch

1. FC Union Berlin fehlen aktuell sechs Spieler

Eigengewächs Laurenz Dehl machte immerhin schon wieder das Aufwärmen mit seinen Kollegen mit, wird aber weiter langsam herangeführt. Mit Dänemarks WM-Teilnehmer Frederik Rönnow sowie Morten Thorsby, Julian Ryerson, Aljoscha Kemlein (alle Urlaub nach Länderspielen im November), Tymoteusz Puchacz (Corona) und Fabio Schneider (krank) fehlen Fischer aktuell noch sechs Spieler.

Doch die anderen gingen fokussiert und engagiert zur Sache. Die erfahrenen Profis um Kapitän Christopher Trimmel, Robin Knoche oder Niko Gießelmann wechselten zwischen Lauftraining und Spielen auf kleinem Platz hin und her.

Hinsichtlich der Konzentration gab es einige kleine Ausreißer, die man am Rand mitbekam. So trainierten die vier Nachwuchstalente mehrfach unter der Anleitung von Co-Trainer Sebastian Bönig für sich.

Keeper Yannic Stein, Innenverteidiger Mathis Bruns, Linksverteidiger Linus Jurschik und der mit 21 Jahren etwas ältere Offensivmann Tim Maciejewski übten das Herausspielen auf den Flügel, anschließend die Hereingabe in die Mitte und dort den Abschluss beziehungsweise die Parade.

Der 1. FC Union Berlin öffnete den abgeschirmten Trainingsplatz am Donnerstag für die Medienvertreter.
Der 1. FC Union Berlin öffnete den abgeschirmten Trainingsplatz am Donnerstag für die Medienvertreter.Imago/Koch

Bönig musste einige Male leicht ermahnend eingreifen, etwa, wenn Pässe zu lasch oder ungenau gerieten, und forderte mehr Konzentration. Zu Recht, denn fehlende Präzision kann man sich in der Männer-Bundesliga nicht erlauben. Allerdings sagte er auch mehrfach das Jugend-/Modewort „nice“, wenn die Talente einen Angriff entsprechend gut ausspielten.