Berlin - Der 1. FC Union - das ist der Schluss aus dem 2:2 gegen den VfL Wolfsburg - geht auch an einem Tag, an dem die Form der Mannschaft nicht die beste ist, nicht als Verlierer vom Platz. Wenngleich man aufseiten der Eisernen nicht so recht wusste, wie man die Punkteteilung mit den starken Gästen deuten sollte. Robin Knoche, 15 Jahre ein Wolfsburger, jetzt ein Unioner, sagte unmittelbar nach der Partie jedenfalls Folgendes: „Der Punkt geht in Ordnung, wobei wir in Überzahl die eine oder andere Situation noch besser hätten ausspielen können.“ Wohl wahr, und dann gab es ja noch einen Elfmeter gegen die Unioner, den Knoche wie folgt kommentierte: „Kann man geben, muss man aber nicht.“ 

Das Team von Urs Fischer hat sich in den vergangenen Monaten eine Reihe von ganz speziellen Kompetenzen angeeignet. Dazu zählt die Gefahr, die man mit fast schon unheimlicher Regelmäßigkeit aus Standardsituationen entwickelt, aber auch der Blitzstart. Die Statistiker haben für die Unioner acht Tore in den ersten fünfzehn Minuten der bisher absolvierten Spiele gezählt, was auch die Wolfsburger gewusst haben dürften, dennoch tat sich nach einer Kopfballverlängerung von Taiwo Awoniyi zwischen der Abwehrreihe des VfL schon nach zwei Minuten eine Lücke auf, in die Sheraldo Becker sogleich spurtete. Dank seiner Schnelligkeit kam der Niederländer vor dem in dieser Situation als Libero agierenden Keeper Koen Casteels an den Ball, umkurvte auch flugs noch Paulo Otavio, dann aber erwies sich Beckers linker Fuß als zu wackelig, als dass die Statistiker Nummer neun hätten notieren können. 

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