Berlin-Köpenick - Er kam beinahe ein wenig überraschend, der Transfer von Petar Musa zum 1. FC Union am Montag. Zum einen, weil die Eisernen mit Leon Dajaku vom FC Bayern bereits die angekündigte Verstärkung im Angriff verpflichtet hatten. Zum anderen, weil sich mit Joel Pohjanpalo gerade erst ein höchst ambitionierter Stoßstürmer von seiner Sprunggelenksverletzung zurückgemeldet hatte. Lediglich der erneute Rückschlag für Stürmer Anthony Ujah, der am Mittwoch erneut operiert wurde und wohl kein Saisonspiel mehr für die Eisernen absolvieren wird, gab eine erste rudimentäre Erklärung für die Last-minute-Leihe des kroatischen U21-Nationalstürmers vom tschechischen Meister Slavia Prag.

Eine Leihe, die – erfolgreich oder nicht – zumindest personell nicht als nachhaltig bezeichnet werden kann. Denn auf Wunsch der Tschechen haben die Eisernen keine Kaufoption für Musa, können lediglich bei einem potenziellen Angebot eines dritten Klubs mit derselben Summe gleichziehen. Eine kosmetische Klausel, weil alle Rechte weiterhin in Prag liegen. Doch welchen Sinn ergibt diese Leihe dann eigentlich, wenn Musa ohnehin nicht lange in Berlin bleibt, gleichsam aber gegen Taiwo Awoniyi und Pohjanpalo schwer um die erhoffte Spielpraxis kämpfen müssen wird?

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