Windschgarsten - Freudiges Gesichter beim 1. FC Union Berlin. Der Bundesliga-Aufsteiger schlug im test in Oberösterreich den Zweitligisten SV Ried mit 3:0 (3:0). Die Tore machten Grischa Prömel und Marvin Friedrich.

Prömel grinste nach Schlusspfiff. Er freute sich nach dem Sieg gegen den SV Ried, der im Vorjahr in der österreichichen 2. Liga als Vize eingekommen war und den Aufstieg knapp verpasst hatte. Zwei Tore machte er selbst (29./31.), dazu traf auch sein Zimmernachbar Marvin Friedrich (9.). Die beiden Profis beziehen im Trainingslager aktuell das Zimmer mit der Nummer 305. „Wir trinken halt jeden Morgen Zaubertrank“, scherzte der Mittelfeldspieler.

„Wir sind schon mit ein bisschen schweren Beinen ins Spiel genügen. Ist ja normal in so einem Trainingslager“, meinte der 24-Jährige. „Die erste Halbzeit lief relativ gut, viel Ballbesitz, viele Torchancen kreiert. In der zweiten Halbzeit war zu viel Chaos auf dem Platz. Vielleicht auch durch di Wechsel bedingt. Da hatten wir zu viele Ballverluste“, blieb der Schwabe schön auf dem Boden. Müdigkeit und der tiefe Boden taten ihr übriges.

Ryerson musste schon nach 20 Minuten raus

Ähnlich sah das auch Trainer Urs Fischer. „Es war ein guter Test. Wir haben gut den Ball laufen lassen, waren präzise im Zuspiel. Das Gegenteil war dann in der zweiten Halbzeit der Fall“, monierte der Schweizer. „Wir sind mehr den Aktionen hinterhergelaufen. Aber es war gut, die Jungs haben das ja selber gesehen“, meinte der 53-Jährige, dem vor rund 300 Zuschauern vor allem das Flügelspiel seiner Elf vor der Pause gefallen hatte. “Da war Tempo drin, wir kamen immer wieder über die Seiten, hatten auch Tiefe in unseren Aktionen. Das war ne sehr gute Mischung”, so sein Fazit.

Der einzige echte Wermutstropfen war die Verletzung von Julian Ryerson, der nach 20 Minuten Platz machen musste für Christopher Lenz. Und auch Sebastian Andersson kam nicht ganz unbeschadet davon. Aber nur weil Ken Reichel bei einer Abwehraktion an der Seitenlinie unkontrolliert in den Schweden reinschlitterte und Andersson von dem Ruck der Bewegung mit dem Kopf gegen die Kante des Ersatzbankhäuschens geschleudert wurde. Mal sehen, ob das ein Veilchen wird. Ein deutlich sichtbarer Streifen zeichnete seine Wange, als er in die Kabine eilte nach dem Schlusspfiff.

Am Sonnabend steigt um 15 Uhr in Linz schon der nächste Test.