BerlinMan hatte schon ein Geisterspiel befürchtet. Aber die Partie am Sonnabend zwischen dem 1. FC Union und dem SC Freiburg darf wie geplant über die Bühne gehen. Freiluftveranstaltungen sind in der Hauptstadt weiterhin mit 5.000 Personen zugelassen. Also wird es auch bei der Partie gegen die Breisgauer Unterstützung von den Rängen geben.

Allerdings in völlig ungewohnter Form. Gemäß dem aktualisierten Hygienekonzept, das der 1. FC Union Berlin dem Gesundheitsamt Treptow-Köpenick vorgelegt hat, gilt eine allgemeine Maskenpflicht im Stadion An der Alten Försterei. Bislang konnten Zuschauer auf ihren Sitz- oder Stehplätzen die Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen, nun besteht auch dort die Pflicht zum Tragen der Schutzmaske. Zudem wird ausdrücklich seitens des Vereins darauf hingewiesen, dass gemäß der Berliner Infektionsschutzverordnung Fangesänge und Sprechchöre zu unterlassen sind. Bleibt ja nicht viel mehr als Klatschen. Nicht schön. Aber geht wohl nicht anders.

Für Stille der ganz anderen Art plädiert unterdessen Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Sie hat Fußballfans dazu aufgerufen, möglichst auf einen Besuch im Stadion beim Heimspiel des 1. FC Union Berlin an diesem Sonnabend zu verzichten. „Ich verstehe die Leidenschaft zum Fußball“, sagte Kalayci am Donnerstag. „Aber ich bleibe dabei: Meiden Sie soziale Kontakte. Wenn es geht, bleiben Sie zuhaus'“, sagte sie an die Adresse der Bürger gerichtet.