Berlin-KöpenickSie wollten es unbedingt durchziehen, auch wenn sie Kritik aus ganz Deutschland bekamen. Doch jetzt macht die Teststrategie der Bundesregierung, sowie womöglich auch die hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen dem 1. FC Union einen Strich durch den Plan, am 25. Oktober eine Probeveranstaltung vor einem vollen Stadion An der Alten Försterei durchzuführen, um zu prüfen, wie ein normales Stadionerlebnis - und andere Großveranstaltungen - während der Pandemie möglich wären. Der Klub sagte die Veranstaltung am Mittwoch ab.

„Die am vergangenen Donnerstag, dem 15.10.2020 veröffentlichte nationale Teststrategie der Bundesregierung sieht erstmals präventive Antigen-Schnelltests auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 als Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung vor. Die derzeit noch begrenzten Testkapazitäten werden im ersten Schritt in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen eingesetzt. Eine Nutzung der Schnelltests für Veranstaltungen ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorgesehen“, hieß es von Vereinsseite aus.

Doch die Eisernen geben nicht auf: „Dass die Schnelltests nun Eingang in die Teststrategie des Bundes gefunden haben, bestärkt uns in unserem Vorhaben. Wir verfolgen unser Projekt zur Durchführung von Veranstaltungen mit Hilfe derartiger Tests weiter, denn es ist aus unserer Sicht nach wie vor wichtig, der Veranstaltungsbranche eine Perspektive zu eröffnen und mit Schnelltests feststellen zu können, ob Besucher für den Zeitraum einer Veranstaltung infektiös sind oder nicht. Wir werden jedoch nur Testkapazitäten nutzen, die nicht für vorrangige Gruppen der Bevölkerung benötigt werden“, so Union-Präsident Dirk Zingler. „Wir bereiten uns weiter darauf vor, das in unserer Leitidee formulierte Konzept praktisch umzusetzen, sobald ausreichend Testkapazitäten zur Verfügung stehen.“