Es war eine Reise in die Vergangenheit, die wehtat − und doch auch so guttat. Im Ersten Weltkrieg starben von 1914 bis 1918, so ergab es eine ziemlich aufwendige Recherche, 36 Hertha-Fußballer an der Front. 22 Grabstätten konnten mit Hilfe der Deutschen Kriegsgräberfürsorge bisher ausfindig gemacht werden. Zwölf davon entlang der französisch-belgischen Grenze besuchten von vergangenem Freitag bis Montag eine Hertha-Delegation mit Boss Werner Gegenbauer und Präsidiumsmitglied Michael Ottow. Sie ehrten die damals gefallenen Herthaner.

Der Vize-Präsident der Kriegsgräberfürsorge und ehemalige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wieland (Bündnis 90/Die Grünen) wohnte den Andachtszeremonien bei und lobte hinterher den Verein. Er sagte: „Hertha BSC ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass ein Verein von sich aus die Initiative ergreift, um im Krieg gefallene Mitglieder zu finden und zu ehren. Andere Vereine sollten dem Beispiel folgen.“