Noch ein Jubiläum im Jubiläumsjahr! Heute, genau vor 90 Jahren, war die Geburtsstunde einer der ältesten Schlachtrufe des deutschen Fußballs: „Ha, ho, he, Hertha BSC!“

Es war der 29. Mai 1927, die Blau-Weißen standen nach einem 2:1 beim VfB Königsberg und einem 4:2 gegen Holstein Kiel im Halbfinale der deutschen Meisterschaft gegen die SpVgg Fürth. Austragungsort war das Probstheidaer Stadion in Leipzig. 1500 Hertha-Fans machten sich mit dem Zug auf den Weg nach Leipzig.

Während dieser Fahrt stimmten sich die Anhänger auf das Spiel ein. In einer geselligen Runde in einem der Waggons kamen ein paar erfinderische, sangesfreudige, aber bis heute anonyme Fans auf die Idee, ihr Team mit einem Schlachtruf gegen die Favoriten aus Fürth zu unterstützen. Schon im Zug ertönte es immer lauter von Waggon zu Waggon: „Ha, ho, he, Hertha BSC!“ Es war nach einer knappen Stunde Fahrt am Bahnhof Wittenberg, als der Zug Halt machte.

Auf dem Weg zum Stadion ging der blau-weiße Chor weiter. Beim Spiel wurde er immer lauter und zeigte Wirkung. Zwar lag Hertha nach 35 Minuten 0:1 zurück, doch die Fans sangen immer weiter, nach der Pause noch mächtiger. Willi Kirsei traVor 90 Jahren wurde "Ha, Ho, He f danach doppelt zum 2:1. Hertha stand im Finale (0:2 gegen Nürnberg) und der Schlachtruf war geboren. Er verstummte nie wieder.