200 Millionen Euro im Jahr: Cristiano Ronaldo vor Unterschrift bei Scheich-Klub?

CR7 soll kurz vor einem Wechsel nach Saudi-Arabien stehen, für zweieinhalb Jahre unterschreiben und würde von seinem neuen Verein reich entlohnt werden.

Cristiano Ronaldo (v.) steht offenbar vor einem Wechsel zum Al-Nassr FC (Saudi-Arabien).
Cristiano Ronaldo (v.) steht offenbar vor einem Wechsel zum Al-Nassr FC (Saudi-Arabien).Manu Fernandez/AP/dpa

Umgerechnet rund 200 Millionen Euro pro Saison – inklusive Werbeeinnahmen – soll Cristiano Ronaldo verdienen und für zweieinhalb Jahren unterzeichnen. Das berichtet jedenfalls die für gewöhnlich gut informierte spanische Fachzeitung Marca. Auch andere Medien schrieben bereits über das Interesse vom Al-Nassr FC am portugiesischen Superstar.

Seine Verpflichtung würde der saudi-arabischen Liga weltweit großes Interesse einbringen und sie verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Dabei bekämen interessierte Fans einige Stars zu sehen. Alleine bei Al-Nassr spielen mit David Ospina (kolumbianischer Nationalkeeper; früher unter anderem FC Arsenal und AS Rom), Luiz Gustavo (Brasilien; FC Bayern München, TSG 1899 Hoffenheim, VfL Wolfsburg), Vincent Aboubakar (aktuell für Kamerun bei der WM aktiv; FC Porto, Besiktas Istanbul) und Talisca (Benfica Lissabon, Besiktas) gleich vier namhafte Akteure.

Dazu wird der Tabellenzweite der Saudi Pro League vom erfahrenen französischen Coach Rudi Garcia (einst Olympique Marseille, Olympique Lyon, LOSC Lille und AS Rom) trainiert. Ronaldo hätte daher einige Fußballexperten an seiner Seite.

Das würde allerdings nichts daran ändern, dass er sich mit nunmehr 37 Jahren für das Geld und gegen eine sportlich ambitioniertere Rolle entscheiden würde. Das ist gerade nach den vergangenen Wochen beziehungsweise Monaten gleichwohl eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung. Schließlich war er bei Manchester United außen vor, beschwerte sich in einem aufsehenerregenden Interview über seine Jokerrolle und einigte sich mit den „Red Devils“ auf eine Vertragsauflösung.

Cristiano Ronaldo und Manchester United sind vor wenigen Tagen getrennte Wege gegangen.
Cristiano Ronaldo und Manchester United sind vor wenigen Tagen getrennte Wege gegangen.Dave Thompson/AP/dpa

Cristiano Ronaldo spielt bislang eine überzeugende Weltmeisterschaft

Auch andere Vereine zeigten bereits Interesse, kamen aber schließlich zum gleichen Schluss: Seine Verpflichtung wäre zu teuer und sportlich riskant, weil der Angreifer defensiv zu selten mitarbeitet und sich seine Kräfte immer öfter für den persönlichen Glücksmoment aufspart. Trotz seiner ansprechenden Auftritte bei der laufenden Weltmeisterschaft in Katar schreckt diese Kombination offenbar dann doch die Großklubs in Europa ab.

So betonte beispielsweise auch Bayerns Vorstandsboss Oliver Kahn wiederkehrend, dass er CR7 schätzen würde, der Stürmer aber nicht ins Konzept des Bundesliga-Spitzenreiters passen würde. Selbst Ex-HSV-Verteidiger Vincent Kompany, der aktuell den FC Burnley in der Zweiten englischen Liga coacht, äußerte sich dahingehend. Durchaus möglich, dass der weltweite Nationalelf-Rekordtorschütze deshalb gar nicht so viele Angebote bekommen hat.

Sollte er sich tatsächlich für Al-Nassr entscheiden, spielt er immerhin in einer Liga, die in Asien (auch dank ihrer Finanzkraft) neben Südkorea sowie Japan zu den stärksten zählt und in der ihm aller Voraussicht nach viel Wertschätzung und Respekt entgegengebracht werden würde. Das war in England zuletzt nicht mehr der Fall.