Zahlen lügen nicht. Und die BR Volleys hatten die Zahlen aus dem ersten Halbfinal-Play-off gegen die Alpenvolleys Haching zu ihren Gunsten interpretiert, trotzdem sie in Innsbruck 1:3 verloren hatten. So viele Eigenfehler und doch so nah dran …

Am Sonnabend, da waren sich Trainer Cedric Enard und Manager Kaweh Niroomand einig, würden die Berliner Volleyballer im zweiten Spiel der Best-of-five-Serie einfach nur ihre Fehler minimieren müssen. Das taten sie. Und schon hieß es nach nicht einmal eineinhalb Stunden 3:0 (25:21, 25:15, 25:21) für den deutschen Meister, der nun am kommenden Mittwoch zum dritten Spiel erneut in der Innsbrucker Olympiahalle antreten muss.

Reichert als Antreiber

„Das ist optimal gewesen. Wir hatten von der ersten Sekunde an eine ganz andere Körpersprache, eine andere Ausstrahlung. Die Fehler, die wir in Innsbruck gemacht haben, haben wir reduziert“, sagte Manager Niroomand.

Dieses Mal hatte Enard Samuel Tuia für Adam White aufs Feld geschickt, statt Nicolas Le Goff spielte Georg Klein von Anfang an im Mittelblock. Die Akzente im Berliner Angriff setzten Moritz Reichert mit 11 Punkten und Jeff Jendryk, ebenfalls 11. Angetrieben von 4.583 Zuschauern kämpften sich die Berliner durch den frühen Abend. Dabei reduzierten sie ihre Fehlerquote deutlich, sie schlugen effektiver auf als in Innsbruck.

Und als die Alpenvolleys Mitte des dritten Durchgangs in Führung lagen, war Jendryk wieder zur Stelle. „Wir dürfen uns damit nicht zufriedengeben“, sagte Niroomand, „jetzt geht es zu einem sehr schweren Auswärtsspiel in Innsbruck.