Berlin - Die Eisbären Berlin haben den ersten Schritt zur Titelverteidigung gemacht. Im zweiten Finale um die deutsche Meisterschaft setzten sich die Berliner am Sonntag mit 3:2 nach zweifacher Verlängerung durch und glichen die Serie gegen Red Bull München zum 1:1 aus. Damit ist klar, dass am Montagabend (19.30 Uhr) beim dritten Spiel in Berlin noch keine Titelentscheidung fallen kann.

Im Vorfeld des zweiten Spiel aber grenzte es schon an Luxus, dass die Eisbären einen freien Tag hatten. Zur Erinnerung: Am Donnerstagabend hatten sie erst mit einem 3:0-Sieg gegen die Adler Mannheim den Einzug ins Finale perfekt gemacht, mussten aber bereits 21 Stunden später das erste Spiel der Serie gegen die Münchner bestreiten. Dass es dort nach einer 3:0-Führung noch eine 3:4-Niederlage setzte, konnte die Mannschaft am Sonnabend verarbeiten und auswerten, damit es am Sonntag in München besser läuft.

Mit Beginn der Partie aber machten die Münchner von Beginn viel Druck, provozierten, wie schon in Spiel eins in Berlin, Fehler der Eisbären und bestraften sie: Nach zwölf Minuten erzielte Trevor Parkes auf Zuspiel von Frederik Tiffels das nicht unverdiente 1:0 für die Gastgeber. Auf das spielübergreifend fünfte Gegentor in Folge aber fand Leo Pföderl nur 35 Sekunden später die passende Antwort: Nach einer energischen Einzelleistung traf der Nationalspieler im Fallen zum 1:1-Ausgleich. Spätestens mit diesem Tor waren die Eisbären im Spiel angekommen und konnten es offen gestalten. „Wir sind langsam in das Spiel gestartet, aber haben es danach gut angenommen und uns im weiteren Verlauf des Drittels gesteigert“, sagte Stürmer Kevin Clark auf dem Weg in die Kabine am Mikrofon von MagentaSport.

In einem Duell auf Augenhöhe sind es meistens die Momente in Über- beziehungsweise Unterzahl, die über den Ausgang entscheiden. So gesehen hatte München Mitte des zweiten Drittels in doppelter Überzahl die Chance auf die erneute Führung. Die Eisbären aber überzeugten mit kämpferischem Einsatz und verteidigten selbst in der später dritten Strafe des Drittels das Unentschieden. In eigener Überzahl ging es für die Eisbären in die zweite Drittelpause. Und nach dem Wechsel machten es die Berliner besser als die Münchner: Auf Vorarbeit von Leo Pföderl traf Frans Nielsen nach 53 Sekunden zum 2:1 für die Gäste.

Die Eisbären verteidigten die Führung mit frühem Forechecking, ließen dadurch nicht viel zu, aber kassierten dennoch gut zwei Minuten später den Ausgleich zur Verlängerung. Dort brauchte sie allerdings bis zur 84. Minute und dem erlösenden Treffer von Frans Nielsen.