Berlin - Die Eisbären haben eine wichtige Premiere gefeiert: Weil sie zum ersten Mal überhaupt das dritte Spiel in einer Best-of-Three-Serie gewannen, ziehen die Berliner durch ein 5:3 (0:2, 4:3, 1:0) gegen die Iserlohn Roosters ins Halbfinale ein. Insbesondere die Art und Weise, wie die Mannschaft von Serge Aubin dieses dritte Spiel der Serie für sich entschieden hat, zeugt von der Mentalität, die in dieser Mannschaft steckt.

Marko Friedrich schockt die Eisbären früh mit einem Doppelpack

Denn dieses Entscheidungsmatch startet zugleich unerwartet und unerfreulich aus Eisbären-Sicht. Iserlohns Marko Friedrich hatte die anfängliche Unkonzentriertheit in der EHC-Abwehr doppelt genutzt, den Hausherren mit einem 0:2-Rückstand nach acht Minuten eine schwere Bürde auferlegt. Obwohl sich die Berliner mühten, hatten sie noch nicht die passende Antwort im ersten Drittel parat. Aubin sagte anschließend beim Interview mit Magentasport: „Ich habe meinen Spielern gesagt, dass sie die Ruhe behalten und richtig ihrer Arbeit nachgehen sollten. Wir wirkten etwas schüchtern am Anfang.“

Die Pausenansprache muss es dann in sich gehabt haben, denn die Eisbären kamen mit genau der Offensivwucht aus der Kabine, die schon für das 6:0 in Iserlohn am Donnerstag gesorgt hatte. Mit dem Unterschied, dass diesmal die zweite Reihe brillierte.

Matt White gelingen drei Tore im Mitteldrittel

Matt White war mit seinem Hattrick dafür verantwortlich, dass die Eisbären in der 21. Minute erst die Aufholjagd starteten, wenig später ausglichen (30.) und erstmals in Führung gingen (32.). Der US-Amerikaner bereitet zudem das 4:2 durch Reihenkollege Kris Foucault mit vor (33.). „Bis auf die letzten 20 Sekunden haben wir das sehr gut gemacht“, lobte Manager Peter John Lee anschließend im Pauseninterview. Weil die erste Berliner Strafzeit des Spiels kurz vor der Pause die Grundlage bereitete für den Iserlohner Treffer im Powerplay zum 4:3, lag immer noch in der Luft, dass die Saison an diesem Abend enden könnte. 

Und obwohl Ryan McKiernan in der 52. Minute mit seinem bereits vierten Tor in diesen Play-offs auf 5:3 erhöhte, war das noch nicht die Entscheidung in diesem Duell. Weil Kai Wissmann fünf Minuten vor dem Ende eine Zehn-Minuten-Strafe nach einem Check gegen den Kopf kassierte, wenig später auch noch Jonas Müller auf der Strafbank schmorte, mussten die Eisbären eine 3:5-Unterzahl überstehen. Mit den wichtigsten Paraden in diesem Spiel sicherte EHC-Torwart Mathias Niederberger aber diese Führung und den Sieg, so dass es schon am Montag mit dem Halbfinale gegen den ERC Ingolstadt weitergeht.