Das Starterfeld des Berlin Marathon 2017.
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Berlin-MitteJetzt hat es auch den Berlin Marathon erwischt. Erstmals seit der ersten Auflage 1974 wird es in diesem Jahr die inzwischen größte deutsche Laufveranstaltung nicht geben. Die Organisatoren sagten am Mittwoch das Traditions-Event, das am 26. und 27. September stattfinden sollte, wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie ab. "So sehr wir uns bemühen, es ist derzeit nicht möglich, den BMW Berlin-Marathon mit seinem gewohnt berlinerischen Charme zu veranstalten", heißt es auf der Homepage Berlin Marathons. Zugleich wurden alle Teilnehmer über den Ausfall informiert.

"Des Weiteren ist es ebenso nicht möglich – nach reichlicher Prüfung und diversen Gesprächen, auch mit den Behörden – die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr durchzuführen", schrieben die Veranstalter. Die gerade neu formulierte Corona-Verordnung in Berlin erlaubt bis zum 1. September Veranstaltungen im Freien von maximal 1000 und danach von bis zu 5000 Teilnehmern.

Die Unsicherheit darüber, welche Auflagen zu einem späteren Zeitpunkt noch gelten und ob Teilnehmer dann auch international reisen können, gab den Ausschlag für die Absage-Entscheidung.

Die Teilnehmer können nun wählen: Entweder das personalisierte Startrecht wird auf das kommende Jahr (25. und 26. September 2021) übertragen - oder es wird die Teilnehmergebühr rückerstattet.

Der veranstaltende SCC Berlin hatte vor der endgültigen Absage auch noch geprüft, das Rennen als reinen Profilauf auszutragen. "Das würde den Charakter der Veranstaltung nicht widerspiegeln", erklärte SCC-Geschäftsführer Jürgen Lock.

Im Vorjahr waren knapp 47 000 Läuferinnen und Läufer aus 150 Nationen gestartet. Sieger Kenenisa Bekele aus Äthiopien verpasste den Weltrekord lediglich um zwei Sekunden. Zusammen mit den Neben-Veranstaltungen am Vortag des Marathons waren sogar 75 000 Sportlerinnen und Sportler an der 46. Auflage der Veranstaltung beteiligt.