Alba-Auftakt in Quakenbrück: „Spielen gegen eine richtig laute Halle“

Trotz des Erfolgs im Champions Cup gegen Meister Bamberg bleiben die Basketballer von Alba Berlin vor dem ersten Bundesligaspiel bei den Artland Dragons (Sonntag, 17.00) vorsichtig. „Der Cup war gut für die Stimmung, mehr nicht. Das wird ein härteres Spiel“, warnte Trainer Sasa Obradovic: „Wir spielen gegen eine richtig laute Halle, das wird nicht einfach, gerade für die jungen Spieler.“

Der Serbe sieht keinen Favoriten für die Partie. „Artland ist auf jeder Position gut besetzt, der Schlüssel des Spiels wird es sein, ihr Innenspiel aufzuhalten“, prognostizierte er. Beim 78:60-Auftakterfolg über Tübingen präsentierte sich Dragons-Center Kenneth „Big Kenny“ Frease in bestechender Form und erzielte 17 Punkte für die Quakenbrücker. Für Berlins neuen und deutlich leichteren Center Levon Kendall ist das Aufeinandertreffen mit Frease im wahrsten Sinne ein „dicker Brocken“.

Routine durch Rhythmus

Beim Champions Cup agierte der Kanadier eher unglücklich. „Das war definitiv nicht mein allerbestes Spiel, ich habe meinen Rhythmus überhaupt nicht gefunden“, erklärte der 29-Jährige selbstkritisch. Für seinen Trainer hängt das auch damit zusammen, dass der Spieler bei der Amerika-Meisterschaft antrat und erst spät zur Mannschaft stieß - deswegen ist er noch nicht einmal auf dem offiziellen Mannschaftsfotos zu sehen. „Levon kam körperlich und mental ausgelaugt bei uns an. Er muss noch ein bisschen regenerieren, dann wird er bei uns auf jeden Fall eine Hauptrolle spielen“, befand Obradovic.

Der Alba-Coach fordert auch in jedem Training lautstark vollen Einsatz - für Kendall nichts Neues. „Ich hatte schon zwei jugoslawische Trainer, deswegen weiß ich, wie es ist, die ganze Zeit angebrüllt zu werden“, sagte der 2,09-Meter-Riese lachend. Allerdings muss sich Kendall noch mit der deutschen Liga auseinandersetzen. „Ehrlich gesagt weiß ich nichts über die Dragons“, sagte er: „Aber egal, gegen welchen Gegner, das erste Spiel ist superwichtig.“ Sein Trainer hat sich dagegen eingehend mit den Quakenbrückern beschäftigt: „Sie haben zwar ein bisschen weniger Geld in die Hand genommen, aber das Team ist viel besser zusammengestellt als vergangene Saison.“ (dpa)