Berlin - Wer sich auf der Internetseite der Basketball-Bundesliga (BBL) über den Ablauf des diesjährigen Pokal-Wettbewerbs informieren möchte, bekommt in einem einführenden Text das Prozedere genau erklärt. An den vier Standorten der Vorrunde, der Gruppenphase und dem Einzug der Gruppensieger in ein Final Four hat sich seit der Veröffentlichung auch nichts geändert. Bis auf ein kleines, aber entscheidendes Detail: den Termin für das Final Four. Während Alba Berlin am Mittwochabend das zweite Vorrundenspiel absolvierte und mit einem 103:63-Sieg gegen Braunschweig den Einzug in dieses Finalturnier, wo die Berliner im Halbfinale auf Göttingen treffen, klar machte, hätte der Sieger des Wettbewerbs, laut ursprünglicher Planung, eigentlich schon feststehen sollen. Am 1. und 2. November, wie es weiterhin auf der Homepage der BBL steht, hätte das Turnier steigen sollen.

Dem Spielplan folgend hätten sich die beiden Mannschaften vom Mittwoch bereits am 24. Oktober des vergangenen Jahres duelliert. Da musste Alba Berlin coronabedingt passen. Am Tag des Wiederholungsspiels am 31. Dezember mussten sich die Braunschweiger am Tag der Anreise vor den Toren Berlins aufgrund eines positiven Testergebnisses wieder auf den Rückweg machen. Im dritten Anlauf klappte es nun endlich. Aus Berliner Sicht aber lief das Spiel zu Beginn ohne den ganz großen Glanz ab. Braunschweig hatte sich offenbar viel vorgenommen und hielt gut dagegen. Dass Luke Sikma mit zwei frühen Fouls recht schnell wieder auf der Bank Platz nehmen musste, schmerzte. Dass dort nach mehr als dreiwöchiger Abwesenheit auch wieder Coach Aito Garcia Reneses saß, freute alle Berliner.

Die Kommandos aber gab es weiterhin von Israel Gonzalez. Und die fruchteten mit zunehmender Spieldauer. Das erste Viertel ging mit 21:18 noch knapp an die Berliner, aber im zweiten Abschnitt hatten sie den Vorsprung nach nicht einmal fünf Minuten schon auf zehn Zähler geschraubt (36:26). Eine Umstellung der Braunschweiger auf Zonenverteidigung schmeckte den Gastgebern zunächst nicht und ließ die Gäste mit einem 8:0-Lauf wieder verkürzen. Die Berliner Antwort: ein 10:0-Lauf und eine komfortable 46:36-Führung zur Pause. Richtig deutlich wurde es nach dem Seitenwechsel. Mit 30:13 ging das dritte Viertel deutlich an die Berliner, im Schlussabschnitt sorgte Louis Olinde mit zwei erfolgreichen Freiwürfen für die Packung Donuts. „Alba hat letzte Saison den Pokal gewonnen und wir setzen dieses Jahr alles daran, das Ding wieder zu holen. Das ist die Mission. Das geht nur Schritt für Schritt, weswegen es unglaublich wichtig ist, dass wir jetzt ins Top-Four eingezogen sind“, sagte der Flügelspieler.